Bamberg
Leichtathletik

Simone Schramm düpiert die Konkurrenz mit dem fünften Wurf

In Erding trafen sich Bayerns beste Leichtathleten, um in den Altersklassen der Männer/Frauen sowie den Jugendklassen U20/U18 ihre Meister zu ermitteln. Bei der professionell ausgerichteten Zweitagesv...
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44,33 Meter bedeuteten für Simone Schramm nicht nur persönliche Bestleistung, sondern auch die bayerische Meisterschaft im Speerwerfen der Frauen. Foto: privat
44,33 Meter bedeuteten für Simone Schramm nicht nur persönliche Bestleistung, sondern auch die bayerische Meisterschaft im Speerwerfen der Frauen. Foto: privat
In Erding trafen sich Bayerns beste Leichtathleten, um in den Altersklassen der Männer/Frauen sowie den Jugendklassen U20/U18 ihre Meister zu ermitteln. Bei der professionell ausgerichteten Zweitagesveranstaltung waren auch Teilnehmer der LG Bamberg erfolgreich.
Einen starken Speerwurfwettbewerb lieferte Lehramtsstudentin Simone Schramm in der Frauenklasse ab. Zehn der 16 Werferinnen hatten Meldeleistungen von über 40 Metern vorgelegt. Deshalb war die erste Vorgabe, den Endkampf der besten acht zu erreichen. Simone Schramm, die letztjährige bayerische Juniorenmeisterin, machte es spannend. Nach einem zu kurzen ersten Wurf übertrat sie beim zweiten knapp. Mit all ihrer Routine warf sie im dritten Versuch 40,56 Meter, was Platz 7 nach dem Vorkampf bedeutete.
Im fünften Durchgang lieferte sie dann ihr Meisterwerk ab. Der 600 Gramm schwere Speer schlug bei 44,33 Metern auf. Damit verbesserte sie ihre Bestleistung aus dem Jahr 2012 deutlich und ging in Führung. Da im sechsten Durchgang keine ihrer Konkurrentinnen weiter warf, wurde sie überraschend bayerische Meisterin in der Frauenklasse. Wie stark diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt, dass bisher noch nie eine Athletin aus Bamberg einen Wurfwettbewerb in der Frauenklasse in Bayern gewonnen hat.
Im Kugelstoßen der Frauen verbesserte Simone Schramm ebenfalls ihre persönliche Bestleistung. Die vier Kilo schwere Kugel schlug bei 12,98 Metern auf. Damit wurde sie Vizemeisterin, auch das hatte bisher noch keine Bambergerin erzielt.
Äußerst erfolgreich zeigten sich aber auch die weiteren Teilnehmer der LG Bamberg, allen voran Samuel Düsel. Auf der blauen Laufbahn überraschte er seine Konkurrenten über die 400 Meter in der U20. Eine Woche nach der bayerischen Vizemeisterschaft im Fünfkampf holte er sich eine weitere Silbermedaille. In einem kämpferisch starken Lauf blieb die Uhr für ihn bei seiner neuen Bestzeit von 50,78 Sekunden stehen.
Eine weitere Medaille ging bei den 400-Meter-Wettbewerben nach Bamberg. In der U18 holte sich Eva Dorsch auf der kräfteraubenden Strecke Bronze. Vor 14 Tage hatte sie an gleicher Stelle schon ihr Talent bei der süddeutschen Meisterschaften gezeigt. Diesmal lief sie die ersten 200 Meter schneller an und verbesserte ihre Bestzeit auf 58,22 Sekunden. Zu Atem gekommen, waren ihre ersten Worte: "Nun können die deutschen Meisterschaften in Rostock kommen!"
Zur deutschen Jugendmeisterschaft möchte auch Anna Güthlein. Eine leichte Verletzung am Wurfarm verhinderte, dass sie ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen konnte. Sie warf den 500-Gramm-Speer bei windigen Verhältnissen auf gute 42,12 Meter und wurde damit Vierte in der U18.
In die Endläufe der Sprintdisziplinen der Frauenklasse schaffte es Lisa Koßmann. Nach schönem Vorlauf in 12,50 Sekunden bei Gegenwind wurde die Bamberger Studentin Achte über 100 Meter in 12,51 Sekunden. Noch besser lief es für sie über die 200 Meter. In 25,61 Sekunden wurde sie Sechste.
Überrascht hat auch Luca Siegler im 100-Meter-Wettbewerb der M20. Ohne eigentliches Sprinttraining lief der angehende Bundespolizist im Vorlauf 11,17 Sekunden (Bestzeit). Pech hatte er jedoch im Endlauf. Erst gab es einen Fehlstart, so dass erneut gestartet werden musste. Als beim zweiten Start der Läufer neben ihm bei 60 Meter eine Zerrung bekam, aufschrie und hinfiel, brachte dies Siegler aus dem Rhythmus. Bei 11,31 Sekunden blieb die Uhr stehen, was Platz 6 bedeutete.
Ebenfalls den sechsten Rang erreichte Jakob Löblein. Mit übersprungenen 1,78 Metern in der U18 reizte er aber nicht ganz sein Potenzial aus. In den Endkampf im Dreisprung der U18 schaffte es auch Weike Markert. Mit 9,97 Metern wurde sie Siebte in der technisch anspruchsvollen Sprungdisziplin. Unter die besten Acht schaffte es Tim Frank. Über 800 Meter lief er in einem taktischen Rennen 2:04,16 Minuten. Damit wurde er ebenfalls Siebter in der U18.
Besonders gefreut hat sich Sara Weichert. Die bayerische Hallenmeisterin der Frauen über die 800 Meter hatte es mit übermächtiger Konkurrenz zu tun. Mit 2:19,88 Minuten verbesserte sie ihre Bestzeit und wurde Neunte. Gleiche Platzierungen erzielten Camilo Fischer in der U20 über 800 Meter in 2:03,78 Minuten (Bestzeit) sowie Mona Loch im Weitsprung der U20 mit 4,69 Metern. cs


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