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Lichtenfels

Simon Croner ist neuer Prädikant

Der Religionspädagoge wurde von Dekanin Stefanie Ott-Frühwald ins Amt eingeführt.
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In einem Festgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche berief Dekanin Ott-Frühwald den Religionspädagogen Simon Croner zum Prädikanten für die Kirchengemeinde Lichtenfels und das Dekanat Michelau. Als Assistenten erbaten Pfarrerin Anne Salzbrenner, Pastoralreferent Thomas Reich und Jugendreferent Reiner Babucke den Segen Gottes für die Beauftragung des kirchlichen Mitarbeiters  Foto: Joachim Wegner
In einem Festgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche berief Dekanin Ott-Frühwald den Religionspädagogen Simon Croner zum Prädikanten für die Kirchengemeinde Lichtenfels und das Dekanat Michelau. Als Assistenten erbaten Pfarrerin Anne Salzbrenner, Pastoralreferent Thomas Reich und Jugendreferent Reiner Babucke den Segen Gottes für die Beauftragung des kirchlichen Mitarbeiters Foto: Joachim Wegner

Religionspädagoge Simon Croner gibt nicht nur Religionsuntericht an Grundschulen, sondern ist auch für die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde Lichtenfels zuständig. Nach einer weiteren Fortbildung hat ihn Dekanin Stefanie Ott-Frühwald im Auftrag von Regionalbischöfin Dorothea Greiner nun in das Amt eines Prädikanten eingeführt.

In einem festlichen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche ermächtigte die Dekanin den kirchlichen Mitarbeiter nun zur öffentlichen Wortverkündigung und zur Sakramentsverwaltung. Damit darf Simon Croner zukünftig Gottesdienste in der Kirchengemeinde Lichtenfels und darüber hinaus im gesamten Dekanat Michelau feiern, eigene Predigten ausgestalten und Abendmahlsfeiern leiten.

Als Assistenten unterstützten Pfarrerin Anne Salzbrenner, Pastoralreferent Thomas Reich und Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke die Berufung in dieses Ehrenamt in der evangelisch-lutherischen Kirche. Nach Handauflegung und Segnung erhielt Simon Croner eine von der Regionalbischöfin unterzeichnete Urkunde.

In ihrer Predigt bezog sich Dekanin Ott-Frühwald auf den Römerbrief, in dem der Apostel Paulus darlegt, dass Trübsal Geduld hervorbringt, Geduld aber Bewährung mit sich bringt und Bewährung Hoffnung wachsen lässt. Hoffnung lasse niemanden zuschanden werden, denn der Heilige Geist habe die Liebe Gottes in die Herzen der Menschen ausgegossen. Dass Trübsal und Bedrängnis Geduld hervorbringen, decke sich nicht mit den Erfahrungen unserer Tage, betonte die Dekanin.

Angesichts der Bedrohung durch das Coronavirus würden immer mehr Menschen ungeduldig und kopflos. Hamsterkäufe und leere Regale in unseren Lebensmittelgeschäften bestätigten dies. Alles, was für eine eventuelle Quarantäne überlebenswichtig erscheint, werde eingekauft und nach Hause getragen. In großer Bedrängnis seien auch die Menschen, die aus Syrien in die Türkei geflüchtet sind und nun an der Grenze zu Griechenland zum Spielball politischer Interessen geworden sind. Hier werde die Stimmung immer aggressiver. Rechte Hetzer und Verführer verstärkten auch den Druck auf die Menschen in unserem Land, beklagte Stefanie Ott-Frühwald und mahnte zugleich, dass es keine einfache Lösung unserer Probleme gebe. In Bedrängnis habe sich dereinst auch der Apostel Paulus befunden, der durch den römischen Staat aufgrund seines Glaubens verfolgt worden sei.

So ergehe es auch heute noch den Christen in vielen Ländern auf dieser Erde, bedauerte die Dekanin und betonte, dass es großen Mutes bedürfe, als Verfolgte am eigenen Glauben festzuhalten. Doch schon Paulus habe festgestellt, dass Geduld, Bewährung und Hoffnung große Kraft bei den Menschen freisetzen. Wer Schwierigkeiten im Leben durchstehe, werde dadurch meistens stärker. In unseren Tagen werde dieses Phänomen Resilienz genannt, erläuterte die Dekanin, denn die gestärkte Widerstandskraft sei mittlerweile wissenschaftlich belegt. Erwiesen sei auch, dass Resilienz durch die Liebe verstärkt wird, die ein Mensch in seinem Leben erfährt. Dafür reiche oft ein einzelner Mensch.

Dekanin Ott-Frühwald: "Liebe macht stark und gibt Kraft." Für den Apostel Paulus war die Liebe Gottes zu den Menschen das Fundament seiner Schaffenskraft. Auf diese Erfahrung könnten sich auch die Menschen unserer Zeit verlassen. Wer von anderen abgelehnt wird, könne sich immer noch auf die Liebe Gottes verlassen und in der Gewissheit leben, dass er von ihm in seiner Unvollkommenheit angenommen wird.

Religionspädagoge Simon Croner, der viel mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, ist es aufgetragen, seinen Schützlingen die Liebe Gottes zu vermitteln. Die Dekanin erachtete dies als einen wichtigen Auftrag. Des Weiteren fungiert Croner auch als evangelischer Beauftragter für Notfallseelsorge und begleitet Menschen in Krisensituationen. Nach tödlichen Unfällen und Suiziden sorgt er dafür, dass die Angehörigen in dieser Situation nicht allein bleiben. Mit der Verkündigung der Frohen Botschaft im Gottesdienst übernimmt Simon Croner nun ein weiteres wichtiges Amt.