Haßfurt
TodesfÄlle 

Silvesternacht endet tragisch

Am Neujahrstag verstarb ein elfjähriges Mädchen. Es hatte den Silvesterabend in Unterschleichach verbracht und wurde am Morgen mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Klinik eingeliefert. In Burgpreppach stürzte ein 35-Jähriger daheim von der Treppe und starb.
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Mit zwei Todesfällen beginnt das neue Jahr im Landkreis Haßberge tragisch Mit lebensgefährlichen Verletzungen ist am Neujahrsmorgen ein elfjähriges Mädchen in die Klinik eingeliefert worden, wo es im Laufe des Tages starb. Dies bestätigte die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Unterfranken in Würzburg, Katrin Thamm gegenüber unserer Zeitung auf Anfrage. Am Neujahrstag ermittelten Staatsanwaltschaft und Polizei mit Hochdruck, wie es zu diesem Unglücksfall gekommen ist.
Ein weiteres Unglück passierte in Burgpreppach. Wie die Pressesprecherin Katrin Thamm bestätigte, gab es dort einen häuslichen Unfall: Ein 35-Jähriger stürzte am Silvesterabend noch vor Mitternacht in seinem Anwesen von der Treppe und erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er starb.
Der tragische Vorfall in Unterschleichach hat sich laut dem Bericht des Polizeipräsidiums Unterfranken in den frühen Morgenstunden des Neujahrstags ereignet. Ein elfjähriges Mädchen erlitt durch einen unbekannten Gegenstand schwere Kopfverletzungen und verstarb noch am Morgen in einer Schweinfurter Klinik, berichtet Thamm. "Die näheren Umstände sind aktuell noch unklar und nun Gegenstand der Ermittlungen der Kripo Schweinfurt, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg geführt werden."
Gegen 1 Uhr hatte sich das Mädchen mit Erwachsenen und weiteren Kindern im Rahmen der Silvesterfeierlichkeiten auf der Straße "Am Käppela" aufgehalten. Dabei wurde die Elfjährige von einem Gegenstand am Kopf getroffen und brach bewusstlos zusammen. Der Rettungsdienst brachte das schwer verletzte Kind in eine Klinik. Trotz der intensiven Bemühungen der Ärzte verstarb das Mädchen wenige Stunden später im Krankenhaus.
Die Kripo Schweinfurt hat intensive Ermittlungen hinsichtlich des Tötungsdeliktes in alle Richtungen aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden im Laufe des Freitags Untersuchungen eingeleitet, unter anderem wurde der Leichnam obduziert. Hierbei ergaben sich Hinweise darauf, dass das Kind durch einen metallischen Gegenstand am Kopf getroffen worden war, was in der Folge die tödlichen Verletzungen verursacht hat.
Zeugen, die Hinweise geben können, die zur Klärung des Sachverhalts beitragen können, werden dringend gebeten, sich mit der Kripo Schweinfurt unter Telefonnummer 09721/2021731 in Verbindung zu setzen.


13 Einsätze im Landkreis

Die Silvesternacht ist von diesem tragischen Unglücksfall abgesehen aus Sicht der Integrierten Leitstelle Schweinfurt (ILS) verhältnismäßig ruhig verlaufen. Die Leitstelle koordiniert die Rettungseinsätze von Feuerwehr und Rotem Kreuz im Landkreis Haßberge. In der Integrierten Leitstelle hat man, wie der Schichtführer Frank Weitz meldete, im Zuständigkeitsgebiet 185 Notrufe bearbeitet. Die ILS ist zuständig für die Region Main-Rhön. Auf Nachfrage unserer Redaktion zählt die ILS für den Kreis 13 Einsätze auf, sechs in Haßfurt, fünf in Ebern, einen in Hofheim und fünf in Eltmann. In Theres musste die Feuerwehr ausrücken, weil es in einem Gebüsch zu einem Brand gekommen war.


Verbotener Böller als Sprengstoff

Die Polizeiinspektion in Ebern vermeldet einen aufgesprengten Zigarettenautomaten in Hafenpreppach. Hier hat sich gegen 1.20 Uhr hat ein Unbekannter offenbar ausgetobt. Er zerstörte den an der Wand einer Bäckerei in der Coburger Straße angebrachten Zigarettenautomaten. Es wurde, wie die Polizei berichtet, ein pyrotechnischer Knallkörper in das Ausgabefach gelegt und dort zur Detonation gebracht. Die Verriegelung des Automaten wurde durch die Explosion zerstört, und die Zigaretten und das Bargeld kamen zum Vorschein und wurden zum Teil aus dem Automaten geschleudert. Entwendet wurde nach ersten Erkenntnissen nichts. Auf Grund der immensen Sprengkraft und der zurückgebliebenen Gipsreste wird davon ausgegangen, dass es sich um einen nicht zugelassen "Tschechenböller" gehandelt hat. Die Polizeiinspektion Ebern bittet um Hinweise unter der Rufnummer 09531/9240.
Von 16 polizeilich relevanten Vorfällen spricht die Polizeiinspektion Haßfurt in ihrem Zuständigkeitsbereich: Streitigkeiten, Ruhestörungen, alkoholisierten Personen und eine Sachbeschädigung. Auch hier fächert eine Nachfrage unserer Redaktion das Geschehen als zum Glück nicht weiter schlimm auf.
In Augsfeld hatte ein 17-Jähriger so über den Durst getrunken, dass er durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die 19-jährige Freundin - wie sich später herausstellte selbst mit über zwei Promille "gesegnet" - wollte im Krankenwagen mitfahren und klammerte sich an ihren Freund. Als ein Bekannter den Rettungsassistenten helfen und sie von ihrem Freund wegziehen wollte, drehte sich die junge Frau um, schleuderte ihm ihre Handtasche ins Gesicht und kratzte ihn. Das ist Körperverletzung.
Besser lief es in einem Partnerschaftsstreit, der bis 4.30 Uhr in Haßfurt so eskalierte, dass der Lebensgefährte die Polizei rief, weil er mit seiner Freundin nicht mehr fertig wurde. Mit Schwierigkeiten wurde auch ein Haßfurter Vater konfrontiert, der bei einer privaten Feier seinem Nachwuchs einen Gefallen tun wollte und in der Neujahrsnacht die Partygäste heim chauffierte. Als er eine betrunkene 33-Jährige ablieferte, geriet er ins Visier des daheim gebliebenen Lebensgefährten, der so eifersüchtig reagierte, dass die Polizei eingeschaltet werden musste.

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