Forchheim

Signal für das Stadtbild

Gründerzentrum  Die Architekten Eva-Maria Beische und Axel Schwinde wollen in Forchheim prägende Spuren hinterlassen.
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Architektin Eva-Maria Beische mit einer Visualisierung des Innovations- und Gründerzentrums
Architektin Eva-Maria Beische mit einer Visualisierung des Innovations- und Gründerzentrums
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von unserem Redaktionsmitglied 
Ekkehard Roepert

Forchheim — Wiederholt fiel bei der gestrigen Präsentation der Begriff "kurzer Dienstweg". Innerhalb eines Jahres sei es der Stadt gelungen, die Rahmenbedingungen für das Innovations- und Gründerzentrum an der Ecke Boschstraße/Äußere Nürnberger Straße zu schaffen, freute sich Wirtschaftsförderer Victor Naumann: "Die Vorplanungen sind seit Mitte September abgeschlossen."
Die unbürokratische Herangehensweise beeindruckte auch Axel Schwinde. Er ist Architekt und Geschäftsleiter der agn-Gruppe (mit Sitz in Ludwigsburg), die sich bei der Ausschreibung durchgesetzt hat. Gemeinsam mit der Architektin Eva-Maria Beische koordiniert Schwinde den Neubau des Gründerzentrums.
Der Forchheimer Bauamtschef Gerhard Zedler hob den pragmatischen Ansatz des viergeschossigen Gebäudes in Winkelform hervor, das "jederzeit erweiterbar ist". Im April ist Baubeginn. Im Jahr 2016, nach eineinhalb Jahren Bauzeit, können die Mieter einziehen, kündigte Zedler an. "Das Bauvorhaben besticht durch seine hohe Flexibilität und ermöglicht langfristig weitere Expansionen", lobte Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO).

130 Arbeitsplätze

Der auf die Planung von Bürogebäuden spezialisierte Architekt Schwinde hob hervor, dass üblicherweise der Raum für solche Projekte eng sei. "In Forchheim war es umgekehrt." Der erste Bauabschnitt nutzt nur 7000 des insgesamt 21 000 Quadratmeter großen Areals. Eine "Signalwirkung" für das Stadtbild sollte von dem L-förmigen Zentrum (das später durch ein identisches Bauwerk ergänzt werden kann) ausgehen, hofft Architekt Schwinde. "Das Gebäude soll eine große Präsenz schaffen."
130 Arbeitsplätze werden im Gründerzentrum vorerst entstehen. Im südlichen Teil des Gebäudes (2800 Quadratmeter Nutzfläche) finden sich die Büros, im westlichen Trakt die Besprechungszimmer und ein Bistro, das auch öffentlich genutzt werden soll; ebenso der Hof und der Versammlungsraum im Erdgeschoss, der bis zu 500 Gästen Platz bietet.

Vorbild steht in Erlangen

"Bauliches Vorbild" sei das Medical Valley-Zentrum in Erlangen, sagte Wirtschaftsförderer Naumann. Erst durch das Gründerzentrum in Forchheim bekomme der Begriff "Valley" seinen vollen Sinn, erinnerte Oberbürgermeister Franz Stumpf, der gleichzeitig der Geschäftsführer der Medical Valley Forchheim GmbH ist. Die Zentren in Erlangen und Forchheim sollten sich künftig "komplementär ergänzen".
Möglich wurde das Projekt "dank der großzügigen Förderung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums", erinnerte Franz Stumpf.
Zehn Millionen Euro investiert der Staat in das Forchheimer Bauvorhaben. Der Beitrag der Stadt Forchheim liegt bei 1,2 Millionen Euro für das Grundstück.
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