Lindau

Siegbert Zehe ist der Boris Becker der Kleintierzucht

Siegbert Zehe feierte seinen 80. Geburtstag. Sein Name ist eng mit der Geschichte der Rassegeflügelzucht verbunden. Das Wort "Kleintierzüchter" hört er gar nicht gern. "Wir dürfen unsere Leistung nich...
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Siegbert Zehe feierte 80. Geburtstag. Im Bild (vorne, von rechts) Landrat Klaus Peter Söllner, Siegbert und Pauline Zehe und Bürgermeister Werner Diersch sowie (dahinter, von rechts) Franz Josef Kraus von der VR-Bank Oberfranken-Mitte, die Söhne Achim und Victor, die Enkel Felix und Emily und Tochter Carolin  Foto: Dieter Hübner
Siegbert Zehe feierte 80. Geburtstag. Im Bild (vorne, von rechts) Landrat Klaus Peter Söllner, Siegbert und Pauline Zehe und Bürgermeister Werner Diersch sowie (dahinter, von rechts) Franz Josef Kraus von der VR-Bank Oberfranken-Mitte, die Söhne Achim und Victor, die Enkel Felix und Emily und Tochter Carolin Foto: Dieter Hübner

Siegbert Zehe feierte seinen 80. Geburtstag. Sein Name ist eng mit der Geschichte der Rassegeflügelzucht verbunden. Das Wort "Kleintierzüchter" hört er gar nicht gern. "Wir dürfen unsere Leistung nicht verstecken und unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Boris Becker war auch kein Kleinballspieler."

Die Auszeichnungen, Urkunden und Wimpel, die Siegbert Zehe selbst auf Bundesebene erhalten hat, füllen daheim die Wände eines langen Flurs. Vom Ehrenmitglied, Ehrenvorsitzenden, Bayerischen Ehrenmeister bis zum höchsten zu vergebenden Titel, dem "Ehrenmeister des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter", ist alles dabei. Auch Trophäen wie die Schlundzähne eines gefangenen elf Pfund schweren Karpfens sind darunter.

Geboren wurde Siegbert Zehe in Schmalwasser in der Rhön. "Rückwirkend betrachtet, war die Kindheit in der katholischen Gegend sehr anstrengend", erinnert er sich heute. "Jeden Tag früh um 7 Uhr zum ersten Mal in die Kirche. Am Sonntag Früh- und Hauptmesse, nachmittags Andacht und von Mai bis Oktober Rosenkränze. Ich bin viermal am Tag in die Kirche gerannt." Nach der Schulzeit war der Jubilar zunächst als Bagger- und Raupenfahrer in ganz Deutschland unterwegs.

Der Vater war als Soldat in Bayreuth stationiert und lernte dort seine Frau kennen. 1952 siedelte die Familie nach Lindau über, wo der Vater eine Klempner- und Schmiedewerkstatt übernahm. 1969 stieg Siegbert Zehe in den elterlichen Betrieb mit ein. Fünf Jahre später heiratete er Pauline, geborene Hübner, aus Langenstadt und zog 1978 aus der Ortsmitte an den Ortsrand Richtung Fohlenhof. 1991 übernahm er den Betrieb und war bis 2009 selbstständig.

Vier Kinder und sieben Enkel komplettieren die Familie. Langeweile kannte Zehe nicht. "In meiner Glanzzeit war ich Mitglied in 17 Vereinen." Seit 1958 ist er beim Kulmbacher Fischereiverein, noch heute ist er regelmäßig an den Baggerseen und Gewässern anzutreffen. Einen Tag vor dem Geburtstag unternahm er noch eine Tour mit dem Motorrad von Sohn Achim.

Zu den Gratulanten gehörte Landrat Klaus Peter Söllner: "Ich habe Siegbert bei vielen Schauen getroffen und schöne Stunden mit ihm verbracht. Es hat immer viel Spaß mit ihm gemacht." Der bayerische Ministerpräsident sandte ein Glückwunschschreiben. Dieter Hübner

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