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Gräfenberg
Leserbriefe

Sie werden in Syrien gebraucht

Zum Interview "Christen müssen Flüchtlingen nahe sein" vom 16. März: Auf die Frage von Marion Krüger-Hundrup an Erzbischof Ludwig Schick, was uns in Deutschland 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge im L...
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Zum Interview "Christen müssen Flüchtlingen nahe sein" vom 16. März: Auf die Frage von Marion Krüger-Hundrup an Erzbischof Ludwig Schick, was uns in Deutschland 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge im Libanon angehen, antwortete der Bischof wörtlich: "Flüchtlinge sind Menschen, die nicht in ihrer Heimat leben können, die verlassen sind, die oft Hunger haben, ..." Es stellt sich die Frage, warum diese Menschen in ihrer Heimat nicht leben und ihr Land nicht wieder aufbauen können.

Diese Migranten sollten sich ein Beispiel nehmen an den 15 Millionen deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen, die 1945/46 nach Mittel- und Westdeutschland ziehen mussten - wobei jeder Fünfte ums Leben kam - und mithalfen, das zerbombte Rest-Deutschland wieder aufzubauen. Die heute aus Syrien Ankommenden sind junge kräftige Männer, die in ihrer Heimat Syrien gebraucht würden zum friedlichen Aufbau ihres eigenen Landes. Nur vereinzelt handelt es sich um Familien mit Kleinkindern oder kranke Alte.

Der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad hat die Geflohenen wiederholt aufgefordert, zurückzukommen und am Wiederaufbau Syriens mitzuarbeiten. Die Regierung in Syrien hat zum Glück mit Unterstützung Russlands den größten Teil des Landes befriedet und von Terroristen befreit; nur ein kleiner Teil, nämlich die syrische Provinz Idlib, befindet sich noch in der Hand von Aufständischen. Die Flüchtlinge könnten also zurückkommen in ihr Land.

Bevor die USA die Rebellen unterstützten, lebten Christen und Moslems in Syrien friedlich zusammen.

Alfons Trautner

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