Coburg
coburg.inFranken.de  Die Stadt Coburg zeichnete etliche Schulweghelfer für ihren täglichen Einsatz für die Sicherheit der Schüler aus.

Sie verhinderten schwere Unfälle

Die Stadt Coburg hat insgesamt 20 Schulweghelfer und Busbegleiter im Einsatz, und drei Schulweghelfer stehen als Aushilfe parat. Alle Schulweghelfer waren am Montag zu einer Ehrung ins Ämtergebäude ei...
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Für ihre hervorragenden Leistungen für die Schulwegsicherheit der Kinder wurden diese Schulweghelfer ausgezeichnet. Das Bild zeigt von links Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Ingrid Gross, Klaus Anderlik, Minna Bittner, Christa Linssen, Daniel Forkel, Helmut Völk, Christina Büchner und Roland Eibl. Foto: Edwin Meißinger
Für ihre hervorragenden Leistungen für die Schulwegsicherheit der Kinder wurden diese Schulweghelfer ausgezeichnet. Das Bild zeigt von links Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Ingrid Gross, Klaus Anderlik, Minna Bittner, Christa Linssen, Daniel Forkel, Helmut Völk, Christina Büchner und Roland Eibl. Foto: Edwin Meißinger

Die Stadt Coburg hat insgesamt 20 Schulweghelfer und Busbegleiter im Einsatz, und drei Schulweghelfer stehen als Aushilfe parat. Alle Schulweghelfer waren am Montag zu einer Ehrung ins Ämtergebäude eingeladen. Dass deren Arbeit sehr wichtig und sinnvoll ist, belegte Coburgs Oberbürgermeister (OB) Norbert Tessmer. Er betonte, dass es an den betreuten Schulwegübergängen im letzten Schuljahr zu keinen schweren oder gar tödlichen Unfällen gekommen sei.

Dies bestätigte Roland Eibl von der Polizei-Inspektion Coburg. Eibl wies darauf hin, dass es in Coburg drei Schulwegunfälle gegeben habe, aber nicht an den überwachten und betreuten Schulwegübergängen. Hier seien keine signifikanten Probleme zu verzeichnen.

Der OB lobte die Schulweghelfer für ihre Vorsicht und Voraussicht. Er betonte, es sei nicht immer einfach, den Verkehr zu beobachten und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer richtig einzuschätzen und vorbeugend sichernd zu reagieren.

Wie der OB mitteilte, seien bayernweit circa 31 500 Schulweghelfer im Einsatz. Zusammen mit Klaus Anderlik, Leiter des Amtes für Schulen, Kultur und Bildung, Christina Büchner vom gleichen Amt und Daniel Forkel, Mitarbeiter der Schulabteilung, ehrteTessmer die Schulweghelfer, die seit mindestens fünf Jahren sich tagein und tagaus im Einsatz für die Schulwegsicherheit befinden.

Geehrt wurden Minna Bittner, Kati Müller, Ingrid Gross, Heinrich Lohrer und Helmut Völk. Einen Dank erhielten auch alle Schulweghelfer, die im Schuljahr 2018/2019 ausgeschieden sind. Dies waren Christa Linssen, die nach 15 Jahren Schulwegbegleitung aufhörte, sowie Antje Wolf und Martin Brejscha.

Schulweghelfer dringend gesucht

Wieder eingestiegen in diese sinnvolle Arbeit ist Raymond Schaller. Als neue Schulweghelfer stehen künftig Anja Tetzlaff und Marco Vedder den Schülern hilfreich und sichernd zur Seite. Wie Christina Büchner mitteilte, würden nach wie vor Schulweghelfer dringend gesucht. Bei Interesse an einer derart wichtigen und sinnvollen Arbeit könne man sich bei ihr im Amt für Schulen, Kultur und Bildung melden. Telefonisch ist Büchner unter der Rufnummer 09561/891406, per Fax unter 09561/8961406 und per E-Mail an Christina.Buechner@coburg.de zu erreichen.

Büchner teilte mit, den Schulweghelfern würden sowohl warme Jacken als auch Sicherheitsüberwürfe und Warnkellen zur Verfügung gestellt.

Einige Schulweghelfer kamen mit Markus Sosniok und Roland Eibl von der Polizei-Inspektion Coburg ins Gespräch. Teilweise kritisierten sie das widersprüchliche Verhalten einiger Eltern. Diese würden ihre Kinder manchmal bis unmittelbar vor die Schule fahren, damit diese sicher dort ankommen. Dabei nähmen sie jedoch kaum Rücksicht auf die sich dort befindenden Fußgänger oder Radfahrer und drängten diese regelrecht durch Hupen oder dichtes Auffahren zur Seite. Besonders massiv gestalte sich dies am Glockenberg.

Auf die Anfrage, ob man die Straße nicht nur für Anwohner freigeben könnte, teilten Sosniok und Eibl mit, dass dies von der Rechtsprechung her nicht möglich sei. Im Verkehrsrecht existiere zwar die Einschränkung "nur für Anlieger", jedoch nicht "nur für Anwohner".

Der OB und die Polizei appellieren hier an die Vernunft und Vorsicht der Eltern. Markus Sosniok wies darauf hin, dass die Kinder den sicheren Umgang im Straßenverkehr erlernen müssten. Dies könne nicht geschehen, wenn man die Kinder bis vor die Schultüre fährt. Gut und sinnvoll sei es, den sicheren Verkehrsweg mit seinen Kindern einzuüben.

Unverschämte Radfahrer

Des Weiteren bemängelten die Schulweghelfer, dass sie vermehrt mit Radfahrern konfrontiert seien, die nicht verkehrstüchtige Räder hätten, ohne Licht auf dem Gehsteig führen und die - wenn man sie darauf anspricht - teilweise dreist und unverschämt würden, ihr Verhalten jedoch nicht änderten. Bei all dem erwähnten Manko ist daher die Sicherung durch die Schulweghelfer umso wertvoller und wichtiger. em

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