Coburg

Sie tüftelten, bis sie gute Ergebnisse hatten

Mitten in der "Themenwoche der Bildung" erhielten 18 Schüler aus Coburg und Neustadt den mit 6900 Euro dotierten Dr.-Ing.-E.-h.-Bernhard-Kapp-Preis. Bernhard Kapp, Gründer der heutigen Kapp-Niles-Unte...
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Die Preisträger des Dr.-Ing.-E.-h.-Bernhard-Kapp-Preises  Foto: Carola Rehder
Die Preisträger des Dr.-Ing.-E.-h.-Bernhard-Kapp-Preises Foto: Carola Rehder

Mitten in der "Themenwoche der Bildung" erhielten 18 Schüler aus Coburg und Neustadt den mit 6900 Euro dotierten Dr.-Ing.-E.-h.-Bernhard-Kapp-Preis. Bernhard Kapp, Gründer der heutigen Kapp-Niles-Unternehmensgruppe und Stifter des Preises, setzte an seinem 80. Geburtstag im Jahre 2001 ein deutliches Zeichen zur Stärkung des Ingenieurwesens, indem er diesen Wettbewerb mit einer großzügigen Spende ins Leben gerufen hat. Insgesamt wurden einer Pressemitteilung zufolge 200 000 Euro in die Stiftung eingezahlt.

Nach einer kurzen Vorstellung der Kapp-Niles-Unternehmensgruppe durch den geschäftsführenden Gesellschafter Martin Kapp schilderte Thomas Engel vom Rotary-Gemeindedienst, welche Bedeutung Bernhard Kapp dem Ingenieurwesen beigemessen hat. Um den wertvollen Ruf des global anerkannten Gütesiegels "Made in Germany" zu stärken, sollte das Interesse der jungen Menschen an den Ingenieurberufen bereits während der Schulzeit gefördert werden.

Auch dieses Jahr wurde ein ehemaliger Preisträger gewonnen, seinen beruflichen Werdegang vorzustellen. Jan Ungelenk wurde bereits im Jahre 2002 mit dem Dr.-Ing.-E.-h.-Bernhard-Kapp-Preis ausgezeichnet und schilderte in einer spannenden und unterhaltsamen Präsentation seinen Lebensweg. Bereits vor 17 Jahren war der Klimawandel und die damit verbundene Problematik der Energieversorgung ein wichtiges Thema. Um eine Antwort auf diese gesellschaftliche Fragestellung zu finden, suchte Jan Ungelenk in seiner Arbeit nach einem Ersatz für die konventionellen Energiespeicher. Den zweiten Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Präsentationen der Schüler, in welchen sie die wesentlichen Aspekte ihrer Arbeiten vorstellten.

Der erste Preis wurde in diesem Jahr zweimal vergeben. Einen davon erhielt Florian Zosig von der Regiomontanus-Schule für die Entwicklung und Herstellung einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung für den Motorradhelm. In seiner Präsentation zeigte er anschaulich zahlreiche Vorteile seines Systems gegenüber den bereits bestehenden Lösungen auf. Zum einen ist seine Entwicklung vollständig in den Motorradhelm integriert, wodurch während des Telefonates keine störenden Windgeräusche auftreten. Zum anderen bietet es einen Preisvorteil gegenüber einem im Handel erhältlichen Markengerät.

Einen weiteren ersten Preis erhielten Viktor Neumaier, Fabian Beck und Leopold Franz vom Gymnasium Ernestinum für die Untersuchung von 3D-gedruckten Objekten auf ihre Eignung für Hochvakuum-Anwendungen.

Der zweite Preis wurde sechsmal vergeben. Jonas Göbel, Erik Harmgarth und Jonathan Romankiewicz vom Gymnasium Ernestinum starteten eine Testreihe, in der herkömmliche Dichtungsmittel in einem Kolbenkompressor durch Magnetofluide ersetzt wurden, um die Reibungskräfte und somit die Abnutzungsintensität zu minimieren. Zeitgleich zu dem erstgenannten Projekt tüftelte Erik Harmgarth gemeinsam mit Leon Migge an der Entwicklung eines künstlichen neuronalen Netzes zur Klassifizierung physischer Objekte. Die Arbeit von Tobias Birk, Dominik Edel und Paul Weber behandelte ein aktuell bedeutsames Thema auf dem Gebiet der Energieeinsparung in Gebäuden. Die Schüler vom Gymnasium Casimirianum entwickelten ein System, welches mittels Sensorüberwachung den Heizungsbetrieb regelt.

Dass das Thema "Stromerzeugung durch Druck oder Bewegung" noch nicht ausgeschöpft ist, zeigten David Preßel, Lukas Scheler und Philipp Wetstein vom Gymnasium Casimirianum. In ihrem Projekt erforschten sie die Möglichkeiten der Stromerzeugung durch Fitnessgeräte. Elisabeth Dittrich vom Arnold-Gymnasium berichtete über ihre Arbeit zur Bestimmung von Farbstoffen in Lebensmitteln anhand verschiedener handelsüblicher Getränke. Maja-Bernhard, ebenfalls vom Arnold-Gymnasium, widmete ihr Projekt dem Lebensmittelzusatzstoff Riboflavin, mit dessen Hilfe der Energiehaushalt im menschlichen Körper beim Abbau von Kohlenhydraten geregelt wird.

Der dritte Preis wurde zweimal an Schüler des Arnold-Gymnasiums vergeben. Niklas Forkel führte eine Langzeit-Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Wetter und Bienenaktivität durch. Anton Römhild widemte sich der Herstellung von Lacken aus Styroporabfällen. Es gelang ihm, einen Lack für Holzoberflächen herzustellen, der sich als langlebig und beständig gegen Säuren und Basen erwiesen hat.

Das Gymnasium Casimirianum schickte neben den sechs Preisträgern zwei weitere Schüler zur Preisverleihung: Nathanael Illies (Klavier) und Jannis Bock (Saxofon) sorgten für den passenden musikalischen Rahmen. red

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