Michelau
michelau.inFranken.de  BRK-Kreisverband würdigte die Leistung der ehrenamtlichen Blutspendehelfer.

Sie sorgen für angenehme Atmosphäre

"Es geht nicht nur darum, dass die Blutspender geehrt werden, sondern auch die, die sich oft über Jahrzehnte dafür engagieren, dass es bei den Terminen eine angenehme Atmosphäre gibt", erläuterte BRK-...
Artikel drucken Artikel einbetten
BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak (3. v. links), Dieter Popp, Gebietsreferent des Blutspendedienstes (5. v. links), Bürgermeister Helmut Fischer und die stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosemarie Göhring (beide rechts) mit den Geehrten  Foto: Gerda Völk
BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak (3. v. links), Dieter Popp, Gebietsreferent des Blutspendedienstes (5. v. links), Bürgermeister Helmut Fischer und die stellvertretende Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosemarie Göhring (beide rechts) mit den Geehrten Foto: Gerda Völk
+1 Bild

"Es geht nicht nur darum, dass die Blutspender geehrt werden, sondern auch die, die sich oft über Jahrzehnte dafür engagieren, dass es bei den Terminen eine angenehme Atmosphäre gibt", erläuterte BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak.

Seit 1996 würdigt der BRK-Kreisverband Lichtenfels einmal im Jahr seine zahlreichen ehrenamtlichen Blutspendehelfer mit einem gemütlichen Nachmittag. Anfangs nur im kleinen Rahmen, seit einigen Jahren dann größer im Michelauer BRK-Mehrgenerationenhaus.

Die Tische sind liebevoll gedeckt, auf einem Nebentisch stehen Kuchen und Torten. Diese Jahrestreffen gehen auf eine Initiative der stellvertretenden Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes, Rosemarie Göhring, zurück. "Sie bringen sich in das System des Blutspendewesens ein", sagt Petrak an die Anwesenden gerichtet. Das moderne Gesundheitswesen wäre ohne die Spendenbereitschaft der vielen Spender nicht möglich. Der Landkreis Lichtenfels sei zwar der kleinste Landkreis in Bayern, belege aber seit Jahren in der Blutspendestatistik einen hervorragenden zweiten Platz. Der Kreisgeschäftsführer bedauerte, dass in jüngster Zeit aus internen Gründen vereinzelt Termine des Blutspendedienstes ausgefallen seien, obwohl Helfer vor Ort zur Verfügung gestanden sind.

Eindrucksvolle Zahlen präsentierte Stephen Bauersachs, Leiter der Zentralen Dienste im BRK-Kreisverband in seinem Jahresrückblick. Im vergangenen Jahr konnten bayernweit 480 498 Blutspenden an insgesamt 4443 Terminen gesammelt werden, darunter 50 171 Erstspenden. Auf den Landkreis Lichtenfels heruntergebrochen waren dies im abgelaufenen Jahr an insgesamt 42 Terminen 5387 Spender, darunter 308 Erstspender. Auch die Leistung des Ehrenamts kann sich im BRK-Kreisverband sehen lassen. 115 ehrenamtliche Helfer erbrachten bei über 350 Einsätzen rund 1800 Einsatzstunden.

"Diese Zahlen beschreiben nur die ehrenamtlichen Leistungen während der Termine", erläuterte Bauersachs. Nicht erfasst wurden die unzähligen Stunden der Vor- und Nachbereitung.

Adelgundis Oppel aus Burgkunstadt gehört seit mehreren Jahrzehnten zum festen Stamm der ehrenamtlichen Helferinnen in Burgkunstadt und Altenkunstadt. Zu ihrer Motivation befragt, erklärte die 74-Jährige bescheiden, der Dienst am Nächsten mache ihr Freude. An den Terminen sorgt sie für Kaffee und belegte Brötchen. Im Laufe ihrer Tätigkeit hat sie auch die Präsente ausgegeben, die jeder Spender erhält. Ganz am Anfang waren es Süßigkeiten, Wein und Handtücher. Später kamen Punkte hinzu, die man sammeln oder gleich einlösen konnte. Heute sind es unter anderem Gutscheine für Bäckereien oder einen Kinobesuch. Seit diesem Jahr werden sogar Gutscheine für Tretbootfahren oder Stand-up-Paddling am Rudufersee in Schwürbitz ausgegeben.

Als der Michelauer Bürgermeister Helmut Fischer bei der Bundeswehr mit den Blutspenden begann, gab es noch Sonderurlaub. Nach seinem Wehrdienst ist er dabeigeblieben. In seiner Heimatgemeinde trifft man ihn alle 50 bis 60 Tage bei einem Termin. Inzwischen steuert er die 150. Spende an. Den ehrenamtlichen Blutspendehelfern dankte Fischer fürs Engagement und wünscht auch weiterhin alles Gute und "dass ihr nie die Lust verliert". Dem Dank an die ehrenamtlich Tätigen schloss sich auch der Gebietsreferent des Blutspendedienstes Dieter Popp an, der selbst seit seiner Bundeswehrzeit Blut spendet. Die Ehrenplakette des Blutspendedienstes für besondere Verdienste um das Spenderwesen in Silber erhielten Jürgen Feiner, Jutta Feiner, Florian Göhring, Gerti Meixner, Ulrike Naumann, Irma Schwarz und Friedrich Ullrich. Die Ehrenplakette in Gold erhielt Ulrike Mohr. gvö

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren