Forchheim

Sie schwören auf diesen Beruf

21 Nachwuchspädagogen beginnen heute ihren Dienst an einer der 40 Grund- und Mittelschulen des Landkreises Forchheim. Bei vielen ist die positive Erinnerung an die eigene Schulzeit das entscheidende Motiv, selbst zu unterrichten.
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Landrat Hermann Ulm (CSU, rechts) bei der gestrigen Vereidigung der 21 Lehrerinnen und Lehrer, die heute ihren Dienst an den Schulen des Landkreises beginnen. Im Hintergrund verfolgen die Seminarlehrer das Geschehen.  Foto: Ekkehard Roepert
Landrat Hermann Ulm (CSU, rechts) bei der gestrigen Vereidigung der 21 Lehrerinnen und Lehrer, die heute ihren Dienst an den Schulen des Landkreises beginnen. Im Hintergrund verfolgen die Seminarlehrer das Geschehen. Foto: Ekkehard Roepert
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Ekkehard Roepert Forchheim —  Schon während der eigenen Grundschulzeit sei er "von den Lehrkräften begeistert" gewesen, erinnert sich Christian Köttig. "Daher war es für mich immer eine Option, in den Erzieher-Beruf zu gehen." Für die nun beginnende Lehrer-Karriere sei er daher "durchweg positiv" gestimmt, erzählte der 24-Jährige aus Scheßlitz gestern in St. Gereon.

Dort trafen sich am Vormittag jene 21 Lehrerinnen und Lehrern, die von Landrat Hermann Ulm (CSU) vereidigt wurden. Heute beginnen sie als frisch gebackene Beamte ihren Dienst an einer der 40 Grund- und Mittelschulen des Landkreises Forchheim.

Zwei Motivationen für Lehrer

Für manche sei die "eigene tolle Erfahrung als Schüler" die entscheidende Motivation, selbst ein guter Lehrer zu werden, sagte Cordula Haderlein, die Leiterin des Schulamtes Forchheim. Andere dagegen seien "nicht so glücklich mit der eigenen Schulzeit" - und aus diesem Grund motiviert, ein guter Lehrer zu werden, um es besser zu machen.

"Was auch immer die Entscheidung für diesen Weg gewesen sein mag - es macht Spaß, Lehrer zu sein", stellte Cordula Haderlein fest, die selbst 30 Jahre das Vergnügen hatte, Schüler zu unterrichten.

Den Jung-Lehrern gab sie zwei Ratschläge mit auf den Weg: "Die Eltern vertrauen Ihnen das Wichtigste an, was sie haben." Es sei hilfreich, sich daran zu erinnern, wenn es mit den Schülern mal "eng" werde. Darüber hinaus korrigierte die Leiterin des Schulamtes ein falsches Beamten-Bild, das durch manche Köpfe spuken mag: "Beamte machen, was ihnen gesagt wird - das ist nicht unsere Haltung." Daher rief Cordula Haderlein den Lehrernachwuchs auf, kreativ zu sein und den Unterricht selbst zu gestalten.

Humor ist besser als Moralpredigt

"Ein gutes Verhältnis zu den Schülern aufzubauen, ist das A und O im Lehrerberuf", appellierte Petra Fiedler. Die Personalratsvorsitzende bot den Lehrer-Novizen nicht nur ein offenes Ohr an, falls es Beschwerden geben sollte; sie ermutigte zudem, "kleine Niederlagen, positiv zu bewerten" - und sich den Humor zu bewahren. Der bewirke bei den Schülern oft mehr als eine Moralpredigt...

Einschneidender Tag

Mut machte auch Hermann Ulm: "Ich war in meinem ersten Leben Lehrer", erinnerte der Landrat - daher könne er die jungen Lehrer "an diesem einschneidenden Tag nur beglückwünschen". Zu den Beglückwünschten gehörte auch Mandy Schmid, die einen nicht ganz alltäglichen Weg ins Lehrerdasein gegangen ist. Zwar habe sie in ihrem Lateinlehrer ein Vorbild erlebt, erzählte die 38-Jährige. "Aber ich hatte auch viele Lehrer, die man nicht haben möchte." Daher habe sie erstmal Gesang studiert.

Doch das Pädagogik-Thema habe in ihr weitergearbeitet. So wurde Mandy Schmid doch noch Grundschullehrerin und beginnt heute ihren Unterricht in Igensdorf.

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