Adelsdorf

Sicherer Übergang wird geprüft

Im Adelsdorfer Bauausschuss wurde über Tennisplätze, eine Ampel und ein Feuerwehrhaus diskutiert.
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Die Fraktion von CSU und Bürgerblock/Junge Bürger hat einen Fußgängerüberweg an der Höchstadter Straße zwischen Aischgrundhalle und DJK -Sportplatz beantragt. Foto: Britta Schnake
Die Fraktion von CSU und Bürgerblock/Junge Bürger hat einen Fußgängerüberweg an der Höchstadter Straße zwischen Aischgrundhalle und DJK -Sportplatz beantragt. Foto: Britta Schnake

Die Feuerwehr Neuhaus benötigt mehr Platz. Aus diesem Grund beabsichtigt die Gemeinde Adelsdorf, das Dachgeschoss im Feuerwehrgebäude in der Neuhauser Hauptstraße auszubauen, um so Platz für Büro, Küche, Abstell- und Schulungsraum zu schaffen. Dem stimmte der Bauausschuss in der Sitzung am Mittwochabend ein-stimmig zu, auch wenn allein die zusätzliche Feuertreppe, welche aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen erforderlich wird, die Gemeinde 12 000 bis 15 000 Euro kosten wird.

Ein wenig anders sieht es da aus beim Thema Höchstadter Straße in Höhe der Aischgrundhalle auf der einen und dem DJK-Sportplatz auf der anderen Seite, wo die CSU zusammen mit dem Bürgerblock/Junge Bürger einen Fußgängerüberweg beantragt. "Das hatten wir 2011 schon mal auf der Agenda", so Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Damals hatte das Landratsamt einem möglichen Zebrastreifen von vornherein den Garaus gemacht.

Andreas Maier (CSU) betonte, "die Sicherheit dort draußen ist schon wichtig". Vor allem, weil viele Kinder aus der Flurstraße und der Ringstraße dort die Straße queren würden, um die Busse zu den weiterführenden Schulen zu erwischen. Fischkal sprach die Möglichkeit einer Ampelanlage an und schlug vor, Kontrollen durchzuführen, um festzustellen, wie akut das Problem ist. Dann soll es erneut aufs Tableau gebracht werden.

Eine Verlagerung der Tennisplätze des TV Adelsdorf war ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung. Im Rahmen des Neubaus der Feuerwehr und Erweiterungsflächen für den Bauhof wäre es zweckmäßiger, die Tennisplätze vom gemeindeeigenen Areal hinter dem Bauhof zu verlegen, was der Vorsitzende des TV Adelsdorf, Herbert Bork, laut Fischkal begrüßen würde; wäre man dann doch nicht mehr eingepfercht zwischen Bauhof und Degen-Markt. Norbert Birkner stellte mit "Wer zahlt die neuen Tennisplätze?" die Frage aller Fragen. Matthias Rühl vom "Büro Stadt & Land", Neustadt, erhielt den Auftrag, die Machbarkeit auszuloten.

Um noch mehr Geld ging es in der anschließenden Haupt- und Finanzausschusssitzung, als Geschäftsleiter Wolfgang Mößlein mitteilte, dass 175 000 Euro in die Renovierung des Adelsdorfer Schlosses gesteckt wurden. "Der Anteil an nutzbaren Flächen wurde deutlich erhöht", so Mößlein. Unter anderem wurde die Kapelle mit einer Heizung ausgestattet sowie die Wohnung der verstorbenen Baronin für Sprachkurse der VHS nutzbar gemacht.

Fischkal hat im Rahmen der Städtebauförderung bei Dagmar Piezunka von der Regierung Mittelfranken um eine Förderung angefragt. Piezunka nannte es laut Fischkal einen "Quantensprung für die Gemeinde". Neben einem Modernisierungsgutachten gelte es nun, über einen Nutzungs-Workshop Ideen zu sammeln, um das Objekt für die Städtebauförderung attraktiv zu machen. "Wir haben eine Riesenchance, aus dem Areal etwas Besonderes zu machen", so Mößlein.

TSV Neuhaus geht leer aus

Investiert werden soll 2020 auch in eine Ampelanlage beim evangelischen Gemeindezentrum, was zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Staatsstraße beitragen soll. Zudem ist auch der Baubeginn der Kita Regenbogen II für das dritte Quartal anvisiert, so dass, wenn alles nach Plan läuft, Ende März 2020 eingezogen werden kann. Dieser Posten schlägt mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche.

Mit einer heiklen Angelegenheit bekam es der Ausschuss zu tun, als die Anfrage des TSV Neuhaus nach einer nachträglichen Förderung der Kosten für die Beregnungsanlage in Höhe von rund 41 000 Euro aufs Tapet gebracht wurde. Erfolgt war die Baumaßnahme bereits 2017, in einem Jahr, in dem die Förderung derartiger Maßnahmen ausgesetzt worden war, was allen Vereinen hinlänglich bekannt gemacht worden war. Fischkals Kompromiss-Vorschlag, statt der derzeitigen Förderung von zehn Prozent dem Verein fünf Prozent zu erstatten, da die defekte Beregnungsanlage nicht planbar gewesen sei, traf beim Ausschuss nicht auf Gegenliebe, womit dem Antrag des TSV Neuhaus nicht entsprochen werden konnte.

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