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Handball

SGlerinnen belohnen sich nicht für ihre guten Leistungen

Sollte im Zeichen des drohenden Abstiegs aus der Landesliga die restliche Saison für die Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen vor allem ein Charaktert...
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Franziska Röschlein war im Heimspiel der SG Kunstadt/Weidhausen die erfolgreichste Torschützin auf dem Feld, konnte aber auch mit ihren fünf Treffern die Niederlage gegen Pleichach nicht verhindern.  Foto: M. Schneider
Franziska Röschlein war im Heimspiel der SG Kunstadt/Weidhausen die erfolgreichste Torschützin auf dem Feld, konnte aber auch mit ihren fünf Treffern die Niederlage gegen Pleichach nicht verhindern. Foto: M. Schneider
Sollte im Zeichen des drohenden Abstiegs aus der Landesliga die restliche Saison für die Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen vor allem ein Charaktertest sein, dann haben sie diesen am Sonntagnachmittag zum ersten Mal bestanden. Denn das Team von Trainerin Christine Gahn lieferte der klar favorisierten HSG Pleichach in der Obermainhalle einen tollen Kampf, belohnte sich aber bei der 17:21 (7:13)-Heimniederlage wiederholt nicht für den gezeigten Einsatz.


Landesliga Nord, Frauen

SG Kunstadt-Weidhausen -
HSG Pleichach 17:21
Dabei verlief die Partie nach dem üblichen Muster. Die SG legt couragiert los, leistet sich dann auch aufgrund vieler technischer Fehlern eine Auszeit in der Offensive, kämpft sich nach fast hoffnungslosem Rückstand wieder zurück, um dann doch wieder für die eigenen Fehler vom Gegner bestraft zu werden.
"Da war heute wieder einmal mehr drin", resümierte beispielsweise Rückkehrerin Steffi Aust die Pleite ihres Teams, zeigte sich aber dennoch zufrieden und zuversichtlich. Ähnlich verhielt es sich auch bei Trainerin Gahn, die nach dem enttäuschenden Auftritt in Röthenbach vor einer Woche eine angemessene Reaktion ihrer Mannschaft erwartet hatte - und am Sonntag über weite Strecken auch geboten bekam.
Torhüterin Kristin Fritz zeigte einmal mehr teils überragende Paraden. Überhaupt tat sich Pleichach 60 Minuten lang schwer mit der körperbetonten Abwehr der SG. Lina Pühlhorn hatte beispielsweise HSG-Angriffsmotor Alexandra Wald gut im Griff, wenngleich sich die wendigen Gästespielerinnen nicht immer stoppen ließen. Vorne bewiesen die Gastgeberinnen zunächst eine hohe Trefferquote und zogen über Franziska Röschlein sogar mit 5:3 (9.) in Front.
Im Anschluss daran präsentierte die Gahn-Truppe wieder die bekannten Ladehemmungen im Angriff und geriet mit 7:11 (26.) ins Hintertreffen. Es folgte eine für die SG in dieser Saison so typische Aktion: Vorne scheiterte man beim Strafwurf, und anstatt so auf 8:11 zu verkürzen, "klingelte" es im direkten Gegenzug im eigenen Tor. So stand es zur Pause 7:13.
Doch damit nicht genug: Nach dem Wiederanpfiff brauchte es noch den 8:16-Rückstand (36.), ehe sich die SGlerinnen wieder konzentrierter präsentierten. Es folgte eine starke Phase mit guter Abwehr und entschlossenen Offensivaktionen.


Auf drei Tore verkürzt

HSG-Betreuer Johannes Frosch wurde richtig laut, als seinem Team beim 15:18 (50.) die Partie aus den Händen zu geraten drohte. Doch davor verfielen die Gastgeberinnen wieder in ihr altes Muster und suchten zu schnell den Abschluss, was Pleichach im direkten Gegenzug bestrafte und somit zu einem 21:17-Auswärtserfolg kam. mts
SG Kunstadt-Weidhausen: Fritz, Werner - Röschlein (5), Pühlhorn (4), Held (3), Weber (2), Aust (1), Klihm (1), Pitterich (1), Friedmann, Krappmann, Seufert / HSG Pleichach: Vogel -A. Wald (4), Winheim (4/2), Löhr (4), Königer (3), Göbel (2), Fuchs (2), Früh (1), Guggenmoos-Schreyrer (1), Th. Wald / SR: Kalina, Berghammer (beide Bayreuth)