Ebersdorf
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SG Ebersdorf startet mit zwei Niederlagen

Nachdem die Ebersdorfer Luftpistolen-Elite Anfang 2019 als Zweitplatzierte der Bayernliga Nord-Ost abgeschlossen hat und in den Qualifikationswettkämpfen um einen Platz in der neuen Saison der 2. LP-B...
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Die Ebersdorfer Luftpistolen-Zweitliga-Mannschaft (von links): Benjamin Gräf, Teamführer Torsten Spickmann, Jan Wagner, Waldemar Penner und Florian Milles. Es fehlen die Stammschützen Julian Gaiser und Rüdiger Kastner. Foto: Georg Klug
Die Ebersdorfer Luftpistolen-Zweitliga-Mannschaft (von links): Benjamin Gräf, Teamführer Torsten Spickmann, Jan Wagner, Waldemar Penner und Florian Milles. Es fehlen die Stammschützen Julian Gaiser und Rüdiger Kastner. Foto: Georg Klug

Nachdem die Ebersdorfer Luftpistolen-Elite Anfang 2019 als Zweitplatzierte der Bayernliga Nord-Ost abgeschlossen hat und in den Qualifikationswettkämpfen um einen Platz in der neuen Saison der 2. LP-Bundesliga Süd erfolgreich war, schießt das Team nun in Deutschlands zweithöchster Verbandsliga.

Trotz zweier nur haarscharf verloren gegangener Begegnungen (jeweils 2:3) gegen zwei Mitaufsteiger aus den Bayernligen im Gemeindeteil Grund von Markt Ruhstorf an der Rott an der österreichischen Grenze, verkaufte sich die SG Ebersdorf nach 330 Kilometer langer Anfahrt teuer.

2. Bundesliga Süd / Luftpistole

Bogenschützen Grund - SG Ebersdorf 3:2

Der erste Wettkampf gegen die Gastgeber "Bogenschützen Grund" endete im Gesamtergebnis mit 2:3. Die Bogenschützen sind zwar Mitaufsteiger, haben in ihrer Vita aber langjährige Bundesliga-Erfahrung vorzuweisen und verbrachten nur das letzte Jahr in der Bayernliga Süd-Ost. Obwohl der an Nummer eins gesetzte Ebersdorfer Benjamin Gräf mit 372 Ringen ordentlich punktete, konnte er am Ende gegen die 374 Zähler seines Kontrahenten Stefan Lipp nichts ausrichten. Waldemar Penner (Nummer 2) fuhr souverän seinen Punkt mit sehr guten 373 Ringen (BSG: 363) ein. Mannschaftsführer Torsten Spickmann blieb mit 360 Zählern am unteren Ende seiner Bandbreite und war gegen die 371 Gegnerringe im direkten Vergleich machtlos.

Dafür zog Jan Wagner (Nr. 4) mit 363 Ringen seinen Einzelpunkt an Land, wenn auch knapp mit nur zwei Zählern Vorsprung. Florian Milles laboriert seit einiger Zeit mit einem noch nicht ganz ausgeheilten Daumenbruch an der "Pistolenhand". Er unterlag 344:353.

HSG München II - SG Ebersdorf 3:2

Nach zweieinhalb Stunden Erholungszeit traten die Ebersdorfer gegen das zweite Team der HSG München an. Die Münchner Schützen, ebenfalls mit umfassendem Bundesliga-Background, stiegen im April aus der Bayernliga Süd-West auf Platz 1 der Qualifikation nach zwei Jahren Bayernliga in die 2. Bundesliga auf.

Diesmal schwächelte der auf eins gesetzte B. Gräf mit 367 Ringen etwas, konnte sich aber dennoch gegen eine verunsicherte Münchner Gegnerin (358) locker durchsetzen. W. Penner blieb erneut über der "70er-Marke" (371) und gewann ebenfalls seinen Punkt (BSG: 367 Ringe). Bei Spickmann sah es ähnlich wie im ersten Wettkampf aus, er verlor mit 360:372.

Seinem Gegner unterordnen musste sich mit 361:365 Ringen auch der ansonsten so konstante Sechziger-Schütze Wagner. Und auch Milles blieb durch sein Handproblem bei erneuten 344 Zählern gegenüber 364 BSG-Zähler chancenlos. Ebersdorf steckte aber zu keiner Zeit auf, nahm die später doch noch eventuell wichtigen vier Individualpunkte aus dem Passauer Umland mit nach Hause und fand sich am Ende des ersten Wettkampftages auf Tabellenplatz acht von zwölf noch im Mittelfeld wieder.

Insgesamt zeigte sich bei allen vier Begegnungen an diesem Tag ein sehr enges Leistungsspektrum der Mannschaften, innerhalb dessen jeder jeden im Einzelvergleich hätte schlagen können. Das lässt auf weitere spannende Zweikämpfe hoffen.

Am 20. Oktober Heimkampf

Am Sonntag, 20. Oktober, wird der zweite Wettkampftag - das sportliche "Ebersdorfer Kirchweih-Highlight". Dann finden sich in Ebersdorf vier der insgesamt zwölf Bundesligateams ein und werden erstmals im Coburger Landkreis um wichtige Luftpistolen-Ligapunkte auf hohem Niveau konkurrieren.

Neben der Heimmannschaft treten in der Ebersdorfer Frankenland-Halle die HSG Erlangen (7.) und der SV Kelheim-Gmünd II (4.) sowie der SV Hubertus Hitzhofen (10.) an. Bis dahin wollen sich die Ebersdorfer wieder ihrer Stärken bewusst werden und sich mental auf die beiden Aufgaben einzustimmen. Technisch ist alles im Lot, jedoch entscheidet in dieser Sportart vor allem der Kopf. gk

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