Steinberg

Seniorengemeinschaft stellt sich in Steinberg vor

Die Seniorengemeinschaft erhielt beim VdK Steinberg die Möglichkeit, ihr Angebot vorzustellen.
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Der Vorsitzende des VDK Steinberg, Wolfgang Förtsch (rechts), dankte Bianca Fischer-Kilian (Mitte) mit einem Blumenstrauß für ihren informativen Vortrag. Links Peter Mastalerz, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Steinberg, der seine Vereinshütte zur Verfügung stellte.
Der Vorsitzende des VDK Steinberg, Wolfgang Förtsch (rechts), dankte Bianca Fischer-Kilian (Mitte) mit einem Blumenstrauß für ihren informativen Vortrag. Links Peter Mastalerz, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Steinberg, der seine Vereinshütte zur Verfügung stellte.
In der Gartlerhütte am Weinberg informierte der VDK-Ortsverband Steinberg über die Seniorengemeinschaft Kronach. Die Vorsitzende des Vereins, Bianca Fischer-Kilian, berichtete über die Motive, die zur Gründung des Vereins im Jahre 2010 und dessen Anerkennung als Pilotprojekt führten. Von anfangs 100 Mitgliedern ist der Verein auf rund das Achtfache angewachsen, mit weiterhin steigender Tendenz. Die Gemeinschaft organisiert gegenseitige Hilfsdienste vornehmlich für ältere Menschen. Jeder Mensch verfügt über bestimmte Möglichkeiten und Fähigkeiten, mit denen er anderen gezielt helfen kann. Diese Dienstleistungen werden zu günstigen Stundensätzen vermittelt. Man kann sich selber damit eine Vorsorge für das eigene Alter aufbauen durch Ansparen der Stunden oder deren Vergütung. Auch wird ein Schenken und Tauschen der Dienste vermittelt. Durch regelmäßige Treffen lernen sich die Mitglieder und Helfer persönlich kennen, was wichtiges Vertrauen schafft. Inzwischen hat sich der Bedarf nach einer festen Begegnungsstätte herausgebildet. Über eine Genossenschaft "Bürgerschaftliches Begegnungszentrum" (BBK) soll in Kronach ein Gebäude dafür hergerichtet werden. Anschaulich und auch humorvoll beschrieb Bianca Fischer-Kilian an Hand vieler Beispiele aus ihrer inzwischen reichhaltigen Erfahrung die Arbeitsweise des Vereins. Das wichtigste ist es, den älteren Menschen ein selbstbestimmtes, aktives Leben zu Hause, zu ermöglichen. Man hilft sich gegenseitig und kann die Unterstützung der jüngeren Mitglieder in Anspruch nehmen. Der Verein hilft bei Besorgungen und begleitet bei Einkäufen und Behördenangelegenheiten. Hausarbeiten jeglicher Art werden mit erledigt. Es wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.

VDK-Ortsvorsitzender Wolfgang Förtsch stellte heraus, es sei für unsere heimatverbundenen Menschen eine segensreiche Einrichtung, die vor allem durch den beispiellosen Einsatz von Bianca Fischer-Kilian aufgebaut wurde. Man wolle im Alter so lange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung leben können. Da oft Familienangehörige und Bezugspersonen nicht mehr zur Verfügung stehen, sei man auf vertrauenswürdige Mitmenschen angewiesen. Wolfgang Förtsch gab sich überzeugt, dass diese Organisationsform für unsere Heimatregion, die Menschen und Kommunen einen guten Weg darstellt. An der Diskussion beteiligten sich die Zuhörer rege und brachten ihre Zustimmung zum Ausdruck. Bianca Fischer-Kilian lud ein, Treffen zu besuchen, man werde dort sicherlich Bekannte treffen.

In einem Kurzbericht über den VDK Steinberg brachte Vorsitzender Wolfgang Förtsch auch nochmals sein Unverständnis über die Abschaffung des Geldautomaten der Sparkasse in Steinberg zum Ausdruck. Der VDK vor Ort trete offensiv für den Erhalt sozialer Strukturen in unseren Dörfern ein. Abschließend wies er auf die Sammlung "Helft Wunden heilen" im November hin, wo ehrenamtlich Helfer für die Arbeit des Sozialverbandes sammeln.

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