Herzogenaurach

Seniorenbeirat denkt an einsame und bedürftige Menschen

"Das ist auch in diesem Jahr wieder eine tolle Aktion des Seniorenbeirates", lobte Bürgermeister German Hacker (SPD) im Büro des Beirats im Interimsrathaus, in dem sich über 230 Pakete, Päckchen und T...
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Brüne Soltau, Michael Baltz, Werner Zimmermann und German Hacker (v. l.) verschwinden beinahe hinter der Vielzahl von Weihnachtspäckchen. Foto: Richard Sänger
Brüne Soltau, Michael Baltz, Werner Zimmermann und German Hacker (v. l.) verschwinden beinahe hinter der Vielzahl von Weihnachtspäckchen. Foto: Richard Sänger

"Das ist auch in diesem Jahr wieder eine tolle Aktion des Seniorenbeirates", lobte Bürgermeister German Hacker (SPD) im Büro des Beirats im Interimsrathaus, in dem sich über 230 Pakete, Päckchen und Taschen stapelten.

Der Seniorenbeirat und das Seniorenbüro zeigen auch in diesem Jahr wieder ein Herz für bedürftige Familien sowie für einsame und alleinstehende Senioren. Der Aufruf des Seniorenbüros an die Herzogenauracher stieß auf große Resonanz.

Vor zwölf Jahren wurde vom Seniorenbeirat erstmals die Weihnachtspäckchen-Aktion gestartet. Zu den Empfängern gehören neben bedürftigen Familien auch Menschen in den Senioren- und Pflegeheimen, die nur über ein kleines Taschengeld für sich selbst verfügen und die selten oder nahezu nie Besuch bekommen. Manche Menschen würden sich nicht zur Tafel trauen, obwohl sie Anspruch hätten, erzählte Beiratsvorsitzender Brüne Soltau. Bei der Übergabe der Päckchen würden schon mal Tränen fließen und die Menschen würden sich freuen, dass jemand an sie denkt.

Soltau zeigte sich über die "beispiellose Hilfsbereitschaft der Herzogenauracher Bevölkerung" sehr dankbar. Wie der Vorsitzende erläuterte, gebe es in der Stadt noch mehr Menschen, die bedacht werden müssten, allerdings verhindere der Datenschutz die Herausgabe von Namen und Adressen. "Das ist ein sehr großes Manko, gerne würden wir auch diesen Menschen eine Freude machen", bedauert Soltau. So geht ein Teil der Pakete an die Kirchen, die dann die Verteilung übernehmen, einen weiteren Teil übernehmen die Leitungen der Seniorenheime und die Taschen gehen zur Lebenshilfe. Die gefüllten Taschen wurden durch Geldspenden ermöglicht und Soltau bedankte sich insbesondere für zwei Einzelspenden in Höhe von 250 und 300 Euro.

Anspruch auf Unterstützung

Im Zusammenhang mit der Weihnachtspäckchen-Aktion wies der Bürgermeister darauf hin, dass es im eigentlich reichen Landkreis ebenso wie in Herzogenaurach Menschen und Familien gibt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und Unterstützung nötig haben. Allerdings komme ein Großteil der Empfänger aus der Generation, die das Land nach dem Krieg aufgebaut haben und die sich scheuen, um Hilfe zu bitten. Deswegen bat Hacker, dass die Betroffenen Hilfe in Anspruch nehmen sollen, denn im Bedarfsfall stehe ihnen eine staatliche Unterstützung zu.

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