Lichtenfels

Senioren schütten ihr Herz aus

Stadtoberhaupt Andreas Hügerich hörte sich Sorgen und Nöte im Pflegeheim Elisabeth an.
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Die Heimbeiratsvorsitzende Brigitte Bischof (rechts) bedankte sich in Gegenwart der Heimleiterin Angelika Lauer (Mitte) beim Bürgermeister Andreas Hügerich (links) für seinen Besuch. Foto: Alfred Thieret
Die Heimbeiratsvorsitzende Brigitte Bischof (rechts) bedankte sich in Gegenwart der Heimleiterin Angelika Lauer (Mitte) beim Bürgermeister Andreas Hügerich (links) für seinen Besuch. Foto: Alfred Thieret
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Während sonst die Bürgerversammlungen im Stadtschloss und in den Ortsteilen stattfinden, kam diesmal Bürgermeister Andreas Hügerich erstmals in das Pflegeheim Elisabeth im Eichenweg, um die Senioren über das Stadtgeschehen zu informieren, aber auch, um deren Anregungen aufzunehmen.

Mit ihm kamen auch gleich acht Stadträte, darunter die Seniorenbeauftragte Monika Faber, und die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner sowie der Bürgermeisteramtsleiter Sebastian Müller. Seitens des Pflegeheims begrüßte die Heimleiterin Angelika Lauer und der seit 1. Oktober tätige neue Geschäftsführer Fabian Franke die Gäste aus Kommunal- und Bundespolitik.

Von Autos zugeparkt

Gleich der erste Punkt, den Inge Hackenberger ansprach, führte zu einer langen Diskussion. Die Bewohnerin geht noch gerne in die Stadt und muss dazu die Straße überqueren und das ist für sie und all die anderen Heimbewohner ein Problem. Bedingt durch die benachbarten St. Joseph Werkstätten, die auf beiden Straßenseiten Gebäude haben, und das Förderzentrum der Caritas mit der St. Katharina-Schule, der Maximilian-Kolbe-Schule, dem Hort St. Martin und der Tagesstätte St. Anna ist die im Bereich des Pflegeheims befindliche Straßenseite voll mit Autos zugeparkt, so dass man schon ein Stück auf die Straße treten muss, um die aus Richtung Herzog-Otto-Mittelschule kommenden Autos und auch Radfahrer rechtzeitig wahrnehmen zu können. Das ist vor allem für ältere Leute schwierig.

Durch die nahe an die Straße reichenden Sträucher werde die Sicht zusätzlich erschwert. Zu bestimmten Zeiten würden sehr viele Leute die direkt am Eingang zum Pflegeheim befindliche Bushaltestelle nutzen. Hackenberger monierte, dass der etwa 100 Meter weiter unten eingerichtete Übergang kaum genutzt werde, weil er zu weit weg sei.

Der Bürgermeister stellte klar, dass der angesprochene Übergang auf Anregung des Heilpädagogischen Zentrums und vor allem der Werkstätten installiert wurde, weil auf der anderen Straßenseite ebenfalls ein Werkstattgebäude steht. Die Lage des Übergangs hänge von bestimmten Einsichtsradien ab. Die Leute der Werkstätten sollten sensibilisiert werden, diesen Übergang verstärkt zu nutzen.

Wie man es besser machen kann

Bei einer ausführlichen Diskussion am Eingang zum Pflegeheim wurde nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Geprüft werden soll die Möglichkeit einer Zurücknahme des Grünbereichs am Straßenrand, die Anlegung einer Befestigung bergauf ab Pflegeheimeingang und eventuell die Verlegung der Bushaltestelle und die Einrichtung eines Übergangs auf Höhe des Förderzentrums.

Angelika Lauer sprach die Ärztesituation auf dem Land gerade im Hinblick auf Pflegeheime an. Hierzu konnte die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner feststellen, dass die ärztliche Versorgung von Versicherten im Pflegeheim dadurch verbessert werden soll, dass die bisherige "Soll-Regelung" beim Abschluss von Kooperationsverträgen zwischen Ärzten und Heimen durch eine "Muss-Regelung" ersetzt werden soll.

Ausführlich informierte der Bürgermeister Andreas Hügerich die Heimbewohner über das Stadtgeschehen. So mussten für die Kindertagesstätte am Klinikum und für die kurz vor der Fertigstellung stehende Kindertagesstätte in der Reitschgasse vier Millionen Euro investiert werden. Dies sei aber gut angelegtes Geld, schließlich seien dadurch 129 Plätze für Kinder geschaffen worden.

Er stellte auch das Projekt "Quartier Kirchgasse" heraus, wo bis zum Jahr 2020 eine Demenzwohngruppe, Apartments für Betreutes Wohnen, Büroräume für eine Sozialstation und Praxisräume für einen Arzt entstehen sollen. Auch die Stadtteile habe man im Fokus. So habe man in Rothmannsthal das Feuerwehrhaus saniert, in Oberlangheim ein neues Feuerwehrhaus gebaut und in Mönchkröttendorf den Kanal neu gemacht. Direkt in der Nachbarschaft habe man für 2,3 Millionen Euro das neue Gebäude der Stadtwerke errichtet. Zur offiziellen Eröffnung im Frühjahr 2019 lud der Bürgermeister die Bewohner ein.



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