Haßfurt
Huntington

Selbsthilfe: neue Gruppe

Auf Wunsch einer Angehörigen ist eine neue Selbsthilfegruppe zum Krankheitsbild Chorea Huntington für Betroffene und deren Angehörige geplant. Das teilt die Leiterin der Kontakt- und Informationsstell...
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Auf Wunsch einer Angehörigen ist eine neue Selbsthilfegruppe zum Krankheitsbild Chorea Huntington für Betroffene und deren Angehörige geplant. Das teilt die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe am Landratsamt Haßberge (Kos), Monika Strätz-Stopfer, in Haßfurt mit.

Erfahrungen auszutauschen, sich zu sozialen und medizinischen Fragen zu informieren, Referenten einzuladen, das soll im Mittelpunkt der Gruppentreffen stehen. Dabei ist wichtig, dass sich die Mitglieder verstanden fühlen, sich gegenseitig unterstützen und neue Kontakte knüpfen. Die Teilnehmer bestimmen, welche Themen besprochen werden sollen.

Die Huntington-Krankheit ist ein erbliches Nervenleiden, das durch den Abbau von Nervenzellen in bestimmten Hirngebieten verursacht wird. Sie geht auf den amerikanischen Arzt George Huntington zurück, der 1872 als einer der ersten einen Artikel darüber veröffentlicht hatte.

Menschen mit der Huntington-Krankheit sind unterschiedlich betroffen. Manche haben ausgeprägte Symptome in Bezug auf die Bewegung, die das Gleichgewicht, das Gehen und die Leistungsfähigkeit betreffen. Bei anderen treten Veränderungen im Verhalten auf: Die Betroffenen sind leicht reizbar, fühlen sich Belastungssituationen nicht mehr gewachsen, meiden gesellschaftliche Kontakte, werden gleichgültiger, dumpfer und nachlässiger in ihrem Äußeren.

Symptome der Krankheit

Zu den ersten körperlichen Merkmalen gehören eine oft als Nervosität gedeutete körperliche Unruhe, ruckartige unwillkürliche Bewegungen, Zuckungen im Gesicht. Später kommen Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken dazu.

Die Huntington-Krankheit kann in jedem Alter auftreten und ist nicht heilbar. In der Regel bricht sie zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr aus. Etwa einer von 8000 Menschen leidet darunter.

Alle Betroffenen und Angehörigen, die an einem ersten Treffen dieser Gruppe interessiert sind und sich unverbindlich informieren wollen, können sich bei der Kos telefonisch unter Nummer 09521/27313 oder per E-Mail unter kos@ hassberge.de melden. Das erste Treffen ist im Januar. red

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