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Coburg
SV Hut

Seit 50 Jahren Erfolge im Karate

Das Karatedojo des SV Hut Coburg feierte sein 50-jähriges Bestehen. Viele Karatekas aus der Gründerzeit nahmen neben Drittem Bürgermeister Thomas Nowak (SPD...
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Der "Macher" des Karatedojos, Horst Müller, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Fotos: Wolfgang Desombre
Der "Macher" des Karatedojos, Horst Müller, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Fotos: Wolfgang Desombre
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Das Karatedojo des SV Hut Coburg feierte sein 50-jähriges Bestehen. Viele Karatekas aus der Gründerzeit nahmen neben Drittem Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) am Festakt im Sportheim teil. Der Bayerischen Karatebund (BKB) zeichnete das Karatedojo des SV Hut mit der Goldenen Ehrenplakette für das 50-jährige Bestehen aus.
An Dojoleiter Bernd Weber wurde für herausragender Leistungen im Bayerischen Karatebund die Ehrennadel in Gold verliehen. Der oberfränkische Bezirksvorsitzende Frank Hörner würdigte die Verdienste von Helmut Weber, die er vor allem in der Jugendarbeit beim BKB geleistet habe. Coburg sei eine Hochburg für den Karatesport und seine Karatekas hätten viele nationale und internationale Meisterschaften gewonnen.
Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak blickte auf 50 Jahre Karatedojo des SV Hut zurück. Vor 50 Jahren drückte Willy Brandt auf einen Knopf, und damit begann in Deutschland das Farbfernsehen, Heinrich Lübke war Bundespräsident und Kurt-Georg Kiesinger war Bundeskanzler. Und das Karatedojo des SV Hut sei seither ein fester Bestandteil in der Coburger Sportwelt, fasste Nowak zusammen. In den 50 Jahren habe es auch Höhen und Tiefen gegeben, aber das Dojo könne auf seine erfolgreichen Sportler stolz sein. Nowak: "Ich danke den Ehrenamtlichen, die sich uneigennützig für ihren Sport einsetzen."


Ehrung für den "Macher"

Horst Müller habe die 50 Jahre Karatedojo im SV Hut Coburg "live" miterlebt und sei als Gründungsmitglied noch heute dem Karatesport fest verschrieben, betonte Bernd Weber (4. Dan), der seit vier Jahren das Amt als verantwortlicher Trainer und Dojoleiter inne hat.
Damals seien die Karatekas als "Kämpfer" bezeichnet worden, heute seien es "Sportler", sagte Horst Müller, der "Macher" des Karatedojo. Er berichtete von den Anfängen: 1967 hatte der Coburger Polizeibeamte Helmut Wagner einen amerikanischen Soldaten in Coburg beim Karatetraining beobachtet. Begeistert von der Ausstrahlung und der technischen Perfektion des Athleten bat er um Unterricht in der ihm bisher unbekannte Kampfsportart.
Nach vielen Trainingseinheiten wollte Helmut Wagner diesen Kampfsport anderen Interessierten anbieten. Verhandlungen mit dem SV Hut Coburg führten zum Erfolg, so dass am 13. September 1967 das Karatedojo innerhalb des Sportvereins Hut gegründet werden konnte. Unterstützt bei den Gründungsverhandlungen wurde Helmut Wagner durch den damaligen Studenten Dieter Hofmann aus Bad Rodach.
Bereits beim ersten Training fanden sich 67 Sportler ein, denen Helmut Wagner das Erlernte vermittelte. Im Herbst 1968 trat ein weiterer Polizeibeamter der Karateabteilung bei. Gert Hulak hatte bereits Erfahrungen auf Lehrgängen und Meisterschaften gesammelt. Aus dem Dojo gingen Stilrichtungsweltmeister, World Cup Sieger, Deutsche Meister und viele Titelträger auf Bayerischer und Oberfränkischer Ebene hervor. Heidi Reichenbacher, Stefan Müller, Madlen Bähr, Sabine Kastner, Haran Perera, und aus der alten Garde Michael Hopf und Karl-Heinz Weigang präsentierten Coburg weltweit.
Horst Müller erinnerte an besondere Ereignisse heraus: 2003 erwarb er den 1. Dan, 2004 wurde Sabine Kastner Bayerische Meisterin, 2008 übernahmen Dojo-Leiter Helmut Platz und Trainer Dietmar Renner, und seit 2014 ist Helmut Weber verantwortlicher Trainer.
Thomas Eschenbacher, Vorsitzender des SV Hut Coburg, würdigte die Verdienste des 2.Dan-Trägers Horst Müller und einen "der Väter des Karate auf der Hut" mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. des

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