Herzogenaurach
Hannberg.infranken.de  Gläubige aus Großenseebach, Hannberg, Hesselberg, Weisendorf und Reuth nahmen am Bittgang teil.

Segen für die Fluren erbeten

Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich Gläubige aus den Pfarreien Hannberg und Weisendorf in einer Bittprozession zur Valentinskapelle in Obermembach auf den Weg gemacht. Als Termin steht alljährlic...
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Auf dem Weg durch die Fluren: die Bittprozession nach Obermembach Foto: Manfred Welker
Auf dem Weg durch die Fluren: die Bittprozession nach Obermembach Foto: Manfred Welker
Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich Gläubige aus den Pfarreien Hannberg und Weisendorf in einer Bittprozession zur Valentinskapelle in Obermembach auf den Weg gemacht. Als Termin steht alljährlich der Montag in der Bittwoche im Kalender.
Entstanden ist dieser Bittgang aus der ursprünglichen Sitte, dass sich die Pfarreien Büchenbach, Herzogenaurach und Hannberg mit Pfarrwallfahrten gegenseitig besuchten. Dabei war es früher Brauch, dass aus jedem Haus in der Pfarrei mindestens ein Mitglied bei den Bittprozessionen dabei war.
Nach Büchenbach führte die Hannberger Gläubigen ihr Weg stets am Markustag (25. April). In der Woche vor Christi Himmelfahrt ist am Dienstag Hesselberg Ziel einer Bittprozession, am Mittwoch Dechsendorf. Am Freitag begeben sich die Weisendorfer nach Reuth.
Der angestiegene Verkehr machte diesen Brauch jedoch zu gefährlich. Aus diesem Grund nahm unter Pfarrer Hans Sterzl der Bittgang nach Obermembach seinen Anfang. Ursprünglich am 1. Mai, wurde er später auf den Montag vor Christi Himmelfahrt verlegt.
Begünstigt vom guten Wetter haben zahlreiche Gläubige aus Großenseebach, Hannberg, Hesselberg, Weisendorf und Reuth am Bittgang zur Valentinskapelle in Obermembach teilgenommen. Ausgangspunkt für die Bittprozession ist die Wehrkirche St. Mariae Geburt und Katharina in Hannberg. Der Weg führte die Pilger über Großenseebach - wo sich weitere Gläubige anschlossen - durch den Wald nach Obermembach.
Ein zweiter Zug aus Weisendorf und Reuth vereinigte sich damit, so dass die beiden Gruppen gemeinsam in Obermembach anlangten.
Musikalisch begleitet wurden diese Bittgänger von Mitgliedern der Feuerwehr-Jugendkapelle aus Großenseebach.


Feldfrüchteamt im Freien

Unter großer Anteilnahme der Gläubigen feierte Pfarrer Johannes Saffer in Obermembach das Feldfrüchteamt. Unterstützt wurde er dabei von Bischof Joannes Baptist Kaggwa aus der Diözese Masaka in Uganda. Der Geistliche besucht Partnerpfarreien in Deutschland.
Die kleine Kapelle kann die überaus zahlreichen Pilger natürlich nicht aufnehmen. Das Feldfrüchteamt wurde daher auf dem Platz davor zelebriert, für die Vorbereitung vor Ort sorgte die Familie Thomann. Im Anschluss an den Gottesdienst In Obermembach blieb genügend Zeit zur Stärkung, bevor die Gläubigen den Rückweg antraten. Die Valentinskapelle in Obermembach wurde im Jahr 1725 als Stiftung von Margarethe Gumbmann errichtet. Nunmehr befindet sich die Kapelle auf dem Grundstück von Philipp Thomann, der sich auch um die Kapelle kümmert. Sie wurde 1962 umgestaltet. maw
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