Forchheim

Sechs Minuten besiegeln Pleite

Die SpVgg Jahn Forchheim machte es gegen den Würzburger FV gar nischt schlecht, geriet kurz vor der Pause aber entscheidend in Rückstand und musste in der Bayernliga Nord eine zu hoch ausgefallene Niederlage hinnehmen.
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Nah dran, aber doch weit entfernt: Die Forchheimer um Christian Städtler (li.) unterlagen dem Spitzenteam aus Würzburg klar mit 0:4.  Foto: Sportfoto Zink
Nah dran, aber doch weit entfernt: Die Forchheimer um Christian Städtler (li.) unterlagen dem Spitzenteam aus Würzburg klar mit 0:4. Foto: Sportfoto Zink

Die aktuell blendende Form des Würzburger FV bekam hat die SpVgg Jahn auf heimischem Geläuf zu spüren bekommen: Die Mannschaft von Trainer Christian Springer hatte gegen starke Reitmaier-Schützlinge kaum eine Chance, kassierte innerhalb von sechs Minuten unmittelbar vor der Halbzeitpause drei Gegentore und verharrt in der Fußball-Bayernliga Nord auf dem 16. Platz. "Wenn man in so kurzer Zeit drei Tore bekommt, dann braucht man auf die zweite Hälfte nicht mehr zu bauen", resümierte Jahn-Vorstandsmitglied Uwe Schüttinger.

Der bisher punktgleiche FSV Erlangen-Bruck fuhr dank eines Treffers des Ex-Forchheimers Adem Selmani edrei Punkte für den Klassenerhalt ein. Der SC Eltersdorf entschied das Verfolgerduell in Großbardorf klar für sich. Der ATSV Erlangen holte bei der Würzburger Drittliga-Reserve einen Punkt. Jahn Forchheim - Würzburger FV 0:4

Die Heimelf setzte die Vorgaben des Trainers in der ersten halben Stunde gut um. Beide Mannschaften kamen in dieser Phase zu zwei Möglichkeiten. Nuyen Karsak hatte einen eher harmlosen Abschluss. Nach 15 Minuten musste Heimkeeper Tino Stahl drei Glanzparaden auspacken, um seine Farben vor einem Rückstand zu bewahren. "Ansonsten haben wir Würzburg aber gut von unserem Tor fern gehalten", berichtete Schüttinger. Die Chance, daraus etwas Zählbares zu machen, verspielte das Kellerkind jedoch unmittelbar vor dem Seitenwechsel. Aus dem Gewühl heraus erzielte der kleine Paul Obrusnik nach einem Freistoß per Kopf erst die Gästeführung, ehe Dennie Michel nur kurz darauf nachlegte. Jenem Treffer war ein Ballverlust von Drazen Misic im Mittelfeld vorausgegangen. Der Jahn-Funktionär sprach in diesem Zusammenhang von einem obskuren Gegentreffer.

Als dann auch noch Patrick Hofmann nach einem schönen Spielzug und feiner Einzelleistung quasi mit dem Halbzeitpfiff den dritten Treffer für die Mainfranken markierte, war die Partie durch. Der zweite Sieg im Kalenderjahr nach dem im Auftaktspiel gegen den FC Sand rückte für die Forchheimer in weite Ferne. "Wenn man nur mit einem oder zwei Treffern hinten liegt, geht da vielleicht nochmal was, wenn man den Anschlusstreffer erzielt, aber nicht bei drei Toren", sagte Schüttinger. Die Gäste erwiesen sich als eine Nummer zu stark für die Hausherren, die ohne Sandro Gumbrecht, Jens Wartenfelser und Tom Jäckel antraten. Die letzteren beiden wurden zumindest eingewechselt.

Dem Jahn fehlt die Klasse

Aber auch der Personaltausch bei der SpVgg änderte nichts am Ausgang. "Die Würzburger haben viel spielerische Klasse und das souverän heruntergespielt", berichtete Schüttinger. Jene Klasse fehlte der Jahn-Elf. Zu Chancen reichte es nach dem Seitenwechsel nicht mehr, während Hofmann auf der Gegenseite nach einer Stunde noch einen Doppelpack schnürte. "Die zweite Halbzeit kann man nicht bewerten", fand der Jahn-Verantwortliche. Somit schaffte es Forchheim wieder nicht, einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte zu schlagen. "Wenn uns das nicht gelingt, wird es womöglich nicht reichen", erklärte Schüttinger. Am kommenden Wochenende startet die Springer-Elf in Hof einen erneuten Versuch. Jahn: Stahl - Mai, Uttinger (46. Jäckel), Noppenberger, Müller, Städtler, Petschner, Güngör, Karsak (68. Jerundow), Misic, Nagengast (68. Wartenfelser) Schiedsrichter: Marcel Geuß (Haßfurt-Sylbach) / Zuschauer: 200 / Tore: 0:1 Paul Obrusnik (40.), 0:2 Dennie Michel (43.), 0:3 Patrick Hofmann (45.), 0:4 Patrick Hofmann (62.)

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