Lohr am Main
Wahlen

Schwierige Aufgaben für die neuen Kirchenvorstände

Wie in ganz Bayern, so haben auch in den 22 Kirchengemeinden des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks Lohr am Main Kirchenvorstandswahlen stattgefunden. Wahlberechtigt waren laut dem Dekant 15 918...
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Wie in ganz Bayern, so haben auch in den 22 Kirchengemeinden des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks Lohr am Main Kirchenvorstandswahlen stattgefunden. Wahlberechtigt waren laut dem Dekant 15 918 Kirchenmitglieder. An der Wahl teilgenommen haben 4747 Personen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 29,8 Prozent. Gegenüber den Wahlen im Jahr 2012 mit rund 20,9 Prozent Wahlbeteiligung ist das eine Steigerung. Ein großer Teil der Wähler hat dabei die Möglichkeit der Briefwahl genutzt.

Die bisherigen Kirchenvorstände werden am Sonntag, 2. Dezember, verabschiedet. Zugleich werden die neuen Kirchenvorstände in ihren Dienst eingeführt. Von den insgesamt 127 Kirchenvorstehern sind 43 neu gewählt, 84 gehörten schon bisher einem Kirchenvorstand an.

"Die Kirchenvorstände der evangelischen Gemeinden haben ja im Unterschied zu den katholischen Pfarrgemeinderäten wesentlich größere Befugnisse und Verantwortung. Auch wenn die Pfarrerinnen und Pfarrer in biblisch-theologischen Fragen durch ihre Ausbildung die Fachleute sind und bleiben und als Ordinierte eine besondere Verantwortung für die Einheit der Kirche haben, leiten diese gemeinsam und gleichberechtigt mit den ehrenamtlichen gewählten und berufenen Kirchenvorständen die Gemeinde", erklärte Dekan Till Roth in einer Mitteilung. Demnach werden neben der Verantwortung für Finanzen und Gebäude auch die Entscheidungen für das gottesdienstliche Leben und für die Entwicklung der Gemeindearbeit im Kirchenvorstand beraten und getroffen.

"Unter dem Eindruck und den Prognosen eines teilweise drastischen Rückgangs der volkskirchlichen Strukturen kommen auf die Kirchenvorstände in den nächsten Jahren ähnlich große Herausforderungen zu wie sie in der katholischen Kirche bestehen", sagte Roth. So werden im Einvernehmen mit den Dekanatsgremien zum Beispiel Grundsatzentscheidungen zu Stellenverteilungen oder zum Gebäudebestand zu treffen sein. "Kooperationen werden künftig größere Bedeutung haben, aber viel mehr noch ein gemeinsames geistliches Verständnis vom Auftrag der Kirche."

Bei der Landesstellenplanung 2020 stehe eine allgemeine Kürzung der Stellen um zehn Prozent an - sowohl für den Bereich der Gemeinden als auch für die landesweiten Dienste. Dem Dekanatsbezirk werde die Aufgabe zukommen, über das gekürzte Stellendeputat im Benehmen mit den Kirchengemeinden zu entscheiden. red

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