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Vierzehnheiligen
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Schwester Ruth feierte 90.

In bewundernswert geistiger Frische durfte Schwester Ruth ihren 90. Geburtstag im Mutterhaus Vierzehnheiligen feiern. Dazu nahm sie die Glückwünsche von der Kongregationsleiterin Schwester Regina, ihr...
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Zum 90. Geburtstag von Schwester Ruth (2.v.r.) gratulieren (v.l.) Generaloberin Schwester Regina Pröls, Irene Daut, Bürgermeister Jürgen Kohmann und Stadtpfarrer Georg Birkel. Foto: Gerd Klemenz
Zum 90. Geburtstag von Schwester Ruth (2.v.r.) gratulieren (v.l.) Generaloberin Schwester Regina Pröls, Irene Daut, Bürgermeister Jürgen Kohmann und Stadtpfarrer Georg Birkel. Foto: Gerd Klemenz

In bewundernswert geistiger Frische durfte Schwester Ruth ihren 90. Geburtstag im Mutterhaus Vierzehnheiligen feiern. Dazu nahm sie die Glückwünsche von der Kongregationsleiterin Schwester Regina, ihren Mitschwestern sowie Bürgermeister Jürgen Kohmann und Stadtpfarrer Georg Birkel entgegen.

Theresia Löbel - mit diesem bürgerlichen Namen wurde Schwester Ruth in Dammfeld (Kreis Glogau) in Niederschlesien als erstes Kind von zwei Geschwistern geboren. Im Februar 1945 wurde ihre Heimat zum Kampfgebiet und sie verließ mit ihrer Mutter Hedwig und Schwester Irene ihre Heimat. Nach mehrmonatiger Flucht kam schließlich die Mutter mit ihren zwei Töchtern in Oberfranken an und wurden in Serkendorf bei der Familie Schorn einquartiert. Ihr Vater Alois musste in Glogau bleiben und wurde dort tödlich verletzt.

Im Oktober 1946 nahm die Jubilarin eine Stelle als Küchenhilfe in der Heilstätte Vierzehnheiligen an. Hier kam der erste Kontakt mit den Franziskusschwestern zustande. Sie war 19 Jahre, als sie 1949 in die Kongregation eintrat. Es folgte die Ausbildung zur Handarbeitslehrerin und 1950 legte Theresia Löbel ihre Gesellenprüfung als Schneiderin in Paderborn ab. 1952 wurde sie ins Noviziat aufgenommen und eingekleidet, 1953 erhielt sie die ewige Profess. Ihre Station als Schneiderin war zunächst das Nähzimmer des Mutterhauses bevor sie dann in die Nähschule in Sulzberg und Bad Abbach sowie in die Haushaltsschule nach Obertrubach ging. "1958 wandte ich mich an die damalige Generaloberin Schwester Helmtrudis mit der Bitte, in die Mission nach Peru gehen zu dürfen", erinnert sich das Geburtstagskind. "Nach einer sechsmonatige Vorbereitungszeit erfolgte im November 1959 die Aussendung mit einer weiteren Mitschwester nach Peru", fügte sie an. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte die inzwischen 78-jährige Schwester im August 2008 nach fast 50 Jahren in Peru zurück nach Deutschland. Seit drei Jahren ist das Mutterhaus nun ihr "Altersruhesitz". gkle