Adelsdorf
Nominierung

Schwerpunkte von Leberkäs über Kindererziehung bis Umweltschutz

"Nicht reden, sondern handeln", so lautet das Motto des Adelsdorfer Bürgermeisterkandidaten Uwe Pöschl von der CSU. Selbes Motto griff auch am Freitagabend, als sich 35 Parteimitglieder im Sportheim d...
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeisterkandidat Uwe Pöschl stellte sich vor.  Foto: Britta Schnake
Bürgermeisterkandidat Uwe Pöschl stellte sich vor. Foto: Britta Schnake

"Nicht reden, sondern handeln", so lautet das Motto des Adelsdorfer Bürgermeisterkandidaten Uwe Pöschl von der CSU. Selbes Motto griff auch am Freitagabend, als sich 35 Parteimitglieder im Sportheim des SC Hertha Aisch zur Nominierung der Gemeinderatskandidaten zusammengefunden hatten, womit sie den anderen Parteien eine Nasenlänge voraus sind im Wahlkampf für die anstehende Kommunalwahl. Eben auch mit Pöschls Nominierung als Bürgermeisterkandidat.

Neben 55 interessierten Gästen unterstützte auch Bundestagsabgeordneter Stefan Müller das "Team Pöschl" bei seinen Bemühungen, an die politische Spitze Adelsdorfs zu gelangen. Dass der Weg steinig werden könnte, unterstrich er mit den Worten: "Für das, was du in der Vergangenheit erreicht hast, wirst du nicht wiedergewählt." Und ergänzte: "Es braucht aber eine Alternative für Adelsdorf und wir haben die besseren Ideen."

In der Folge stellten sich die 20 Kandidaten sowie die zwei Ersatzbewerber für die Liste vor. Hatten die meisten Themen wie Familie, Jugend, Senioren, Klima, Umwelt und Digitalisierung als ihre Schwerpunkte verankert, so punktete Sebastian Mönius, seines Zeichens Metzgermeister und auf Platz 20 der Liste stehend, mit pragmatischen Schwerpunkten wie "Leberkäs, Bratwürste und Knacker". Nico Kauper, mit 20 Jahren der jüngste Kandidat, wollte laut seiner Mutter Alexandra eigentlich Theologie studieren, interessierte sich aber auch schon längere Zeit für die Politik. "Der macht seinen Weg", sagte Alexandra Kauper.

Bettina Pöschl nannte als einen Grund, dass sie sich hatte auf die Liste setzen lassen, dass sie so wenigstens ihren Mann öfter sehen könnte, falls er die Wahl zum Bürgermeister gewinnt: in den Sitzungen nämlich und bei Veranstaltungen.

Bei der dann entstandenen Liste ist auffällig, dass die Frauenquote insgesamt ein wenig mager ausfällt, kommen doch vier Frauen auf 18 Männer.

Uwe Pöschl ließ es sich nicht nehmen, im Anschluss an die Nominierung die Themen für den anstehenden Wahlkampf vorzustellen. Wichtig sind ihm unter anderem das Gewerbe, Bildung, Klimaschutz, Digitalisierung sowie die Infrastruktur, das Ehrenamt und die Ortsentwicklung. Auch ein wenig Säbelrasseln war angesagt, als er das Thema Gesundheit und Pflege aufs Tapet brachte, ging er doch erneut auf den Disput mit Günter Münch (FW) ein, als dieser ihm im Rahmen einer Gemeinderatsitzung vorgeworfen hatte, einen Antrag bezüglich des Baus eines Ärztehauses "abgekupfert" zu haben. "Die Frage ist, wer hier was abgeschrieben hat", so Pöschl. Er erklärte auch, dass die Bürger dieses Mal eine echte Wahl hätten, da es sich abzeichnen würde, "dass es mindestens vier Bürgermeisterkandidaten geben wird."

Mit "Ich möchte hier Bürgermeister sein für Adelsdorf und alle Ortsteile", unterstrich er schließlich seinen Wunsch nach Bürgernähe und endete mit "Die Welt gehört dem, der handelt." Altbürgermeister Ewald Münch hielt den Abschluss.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren