Kaltenbrunn
Unfall

Schwer verletzter Milchlasterfahrer muss mit Traktor befreit werden

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Freitag kurz nach 10.30 Uhr zwischen Mitwitz und Kaltenbrunn. Ein 39-Jähriger befuhr mit seinem Linienbus die Staatsstraße von Mitwitz kommend und wollte auf...
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Das Fahrerhaus des Milchlasters ist völlig zerstört. Der Fahrer konnte erst nach 90 Minuten daraus befreit werden. Foto: Andreas Schmitt
Das Fahrerhaus des Milchlasters ist völlig zerstört. Der Fahrer konnte erst nach 90 Minuten daraus befreit werden. Foto: Andreas Schmitt

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Freitag kurz nach 10.30 Uhr zwischen Mitwitz und Kaltenbrunn. Ein 39-Jähriger befuhr mit seinem Linienbus die Staatsstraße von Mitwitz kommend und wollte auf Höhe von Neubau links abbiegen. Dazu musste er bis fast zum Stillstand abbremsen. Aus ungeklärter Ursache prallte ein dahinter fahrender 45-jähriger Fahrer eines Milchtanklastzugs frontal in den Bus. Durch den Aufprall wurde der Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und konnte erst nach etwa 90 Minuten durch die Einsatzkräfte geborgen werden. Die Bergung des Verunglückten gestaltete sich schwierig. Zwei Rettungsspreizer mussten eingesetzt werden, um ihn aus dem stark zerstörten Führerhaus zu holen. Und zuvor musste der Bus weggezogen werden. Da die Zugkraft eines Feuerwehrautos nicht reichte, kam der Traktor eines in der Nähe wohnenden Feuerwehrmannes zum Einsatz. Der Lkw-Fahrer ist schwer verletzt, er erlitt unter anderem starke Quetschungen im Bein- und Beckenbereich. Nach der Erstversorgung im Lkw wurde er mit einem Rettungshelikopter ins Klinikum Kulmbach gebracht.

Der Fahrer des Linienbusses und der einzige Fahrgast wurden durch den Aufprall nur leicht verletzt, mussten sich jedoch in ärztliche Behandlung begeben. Beide wurden im Rettungswagen des BRK versorgt.

Durch den heftigen Aufprall wurde das Führerhaus des Lkw komplett zerstört. Auch das Heck des Linienbusses wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden wird auf insgesamt etwa 220 000 Euro geschätzt. Für beide Fahrzeuge wurde ein Abschleppunternehmen zur Bergung beauftragt. Insgesamt waren etwa 50 Feuerwehrleute aus Mitwitz, Kaltenbrunn, Stockheim, Haig und Burggrub im Einsatz. Dazu kamen sechs Polizisten der Inspektion Kronach und vier Kräfte der Verkehrspolizei Coburg. Außerdem waren das THW Kronach und das BRK vor Ort.

Zur Ermittlung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Coburg ein Sachverständiger beauftragt, der die Beamten der Polizeiinspektion Kronach bei der Unfallaufnahme unterstützte. Letztere schlossen auf Nachfrage überhöhte Geschwindigkeit aus. Die Staatsstraße war bis etwa 16 Uhr komplett gesperrt. asch/pol

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