Schwabthal
schwabthal.inFranken.de  Das Backofenfest findet nach 22 Jahren nun nicht mehr statt. Die Hauptversammlung brachte aber auch erfreuliche Aspekte.

Schwabthaler Wehr sucht Einnahmequelle

Die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges sowie die damit verbundenen neuen Gerätschaften bringen für die Schwabthaler Feuerwehrkameraden jede Menge Übungen und Schulungen mit sich. Für das nicht me...
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Ob frisch gebackenes Brot oder leckeren Kuchen - all das gab es über 22 Jahre beim Backofenfest in Schwabthal. Jetzt wird eine neue Einnahmenquelle gesucht. Foto: Gerd Klemenz
Ob frisch gebackenes Brot oder leckeren Kuchen - all das gab es über 22 Jahre beim Backofenfest in Schwabthal. Jetzt wird eine neue Einnahmenquelle gesucht. Foto: Gerd Klemenz

Die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges sowie die damit verbundenen neuen Gerätschaften bringen für die Schwabthaler Feuerwehrkameraden jede Menge Übungen und Schulungen mit sich. Für das nicht mehr stattfindende Backofenfest sucht die Wehr eine neue Einnahmequelle und beim Gründungsfest der 125-jährigen Feuerwehr Kümmersreuth wird die Schwabthaler Wehr die Patenschaft übernehmen. Dies war am Samstagabend bei ihrer Hauptversammlung im Feuerwehrhaus in End den Berichten von Kommandant und Vorstand zu entnehmen.

"Gut gerüstete Wehr"

Zahlreiche Mitglieder verfolgten die Berichte der Feuerwehr- und der Vereinsführung. Vorsitzender Norbert Schorn ging dabei auf verschiedene Aktivitäten ein. Absoluter Höhepunkt sei die Abholung und spätere Segnung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (kurz: TSF-W) gewesen. Nach 32 Jahren sei das alte Löschgruppenfahrzeug (LF) ausgemustert worden.

"Das Geld ist gut investiert und alle Einwohner und Gäste in Schwabthal, End und Kaider können sich im Ernstfall auf eine gut gerüstete und ausgestattete Wehr verlassen", sagte Vorsitzender Schorn.

Der feierlichen Segnung durch Pfarrer i. R. Hans Hübner vor der Frauendorfer Pfarrkirche St. Aegidius hätten Fahnenabordnungen der Feuerwehren Schwabthal und Frauendorf sowie zahlreiche Ehrengäste beigewohnt. Anschließend habe ein Umtrunk mit der Möglichkeit zur Besichtigung des neuen TSF-W am Sportheim des Schwabthaler SV in End stattgefunden, zu dem die Bevölkerung eingeladen war.

Zum Schluss seiner Ausführungen erklärte Schorn die verschiedenen Gründe für das Ende des Backofenfestes, das nach 22 Jahren nun nicht mehr stattfinde. Dank richtet Schorn an die Familie Welsch, die in all den Jahren ihr Anwesen hierfür bereitgestellt habe. Der Vorsitzende appellierte an die Mitglieder, sich Gedanken über eine neue Einnahmequelle zu machen.

Leistungsprüfung abgelegt

Von sieben Einsätzen der 36 aktiven Dienstleistenden berichtete Kommandant Markus Zipfel. Zusammen mit Kameraden aus Kümmersreuth sei die Leistungsprüfung "Gruppe im Löscheinsatz" abgelegt worden. Erfreulicherweise sei kein Unfall im letzten Jahr zu beklagen gewesen.

Seit Ende November verfüge die Feuerwehr Schwabthal über ihr neues TSF-W mit größtenteils neuen Ausrüstungsgegenständen. So hätten ab November noch 14 Übungen am neuen TSF-W stattgefunden, sagte der Kommandant. Für dieses Jahr werde man den Übungsrhythmus von aktuell vier auf dann zwei Wochen erhöhen, um möglichst schnell die Ausrüstung zu beherrschen. Einige Atemschutzübungen mit der Stublanger Wehr hätten bereits stattgefunden; auch diese Kameraden würden noch mit "Florian Schwabthal 46/1" geschult. Es würden gemeinsame Übungen mit den Kameraden von der Alarmierungseinheit aus Frauendorf und Kümmersreuth stattfinden, damit auch diese eine Grundausbildung für den Ernstfall erhalten, fügte Kommandant Zipfel an.

Die Einnahmen fehlen

Kassier Matthias Schnappauf berichtete über die finanzielle Situation des Vereins. Dabei wurde der Ausfall des Backofenfestes erkennbar.

Bürgermeister Jürgen Kohmann ging zunächst auf die Abarbeitung der Feuerwehrbedarfsplanung ein. Erfreut zeigte er sich über den Übungseifer am neuen Einsatzfahrzeug. Lobenswert bezeichnete das Stadtoberhaupt das Ablegen der Leistungsprüfung mit anderen Wehren; dadurch werde die Zusammenarbeit im Ernstfall verbessert. Auch Stadtrat und Ortssprecher Andreas Pfarrdrescher bedankte sich für den Übungseifer und Ehrenvorsitzender Hans Horn wünschte sich, dass der Zusammenhalt so weitergehen möge.

Stefan Heidenreich, Vorsitzender der Feuerwehr Kümmersreuth, ging auf deren 125-Jahr-Feier ein. Gefeiert werde vom 5. bis zum 8. Juli mit einem abwechslungsreichen Programm. Gerd Klemenz

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