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Stockheim

Schunkeln als Ersatzmedizin

Drei Stunden lang herrschte Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Senioren des ökumenischen Seelsorgebereichs Stockheim im katholischen Pfarrheim. Plötzlich waren alle Krankheiten wie weggefegt.
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Furioser Auftakt mit der Frauengruppe "Die süßesten Früchte". Von links: Gerda Müller, Elisabeth Fleischman, Maria Berberich, Bruni Renk, Adelgunde Ramming, Inge Mathes und Irene Hertel.  Fotos: Gerd Fleischmann
Furioser Auftakt mit der Frauengruppe "Die süßesten Früchte". Von links: Gerda Müller, Elisabeth Fleischman, Maria Berberich, Bruni Renk, Adelgunde Ramming, Inge Mathes und Irene Hertel. Fotos: Gerd Fleischmann
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Die Senioren aus den Pfarreien Stockheim, Neukenroth und Glosberg erlebten beim dreistündigen Büttenabend im katholischen Pfarrheim in Stockheim eine Faschingsveranstaltung der Extraklasse, die es in sich hatte.

Die Gesamtregie lag beim ökumenischen Seniorenclub Stockheim unter der bewährten Leitung von Maria Berberich, die mittlerweile bereits seit 34 Jahren die Verantwortung übernommen hat. Zum Team hatte sich auch Barbara Fröba aus Haig mit eingeklinkt. Und für den musikalischen Schwung war in bewährter Weise Alleinunterhalter Rainer Lohr aus Unterrodach zuständig. Der Entertainer und Humorist präsentierte sich erneut als Botschafter der guten Laune.

Das Feuerwerk musikalischer Vielfarbigkeit war geradezu ansteckend. Hochstimmung war also angesagt, sozusagen als Konkurrenz zum Fernsehfasching in Veitshöchheim. Schließlich führte Zeremonienmeisterin Burgl Förster souverän durch den Büttenabend.

"Die sind ja mächtig gut drauf", so der Kommentar von Ortsheimatpfleger Gerd Fleischmann, der aus dem Staunen nicht mehr herauskam, denn auf der Bühne ging es bei den Darbietungen Schlag auf Schlag. Und in der Tat. Der Faschingsbazillus tat seine Wirkung, denn schnell vergessen waren die diversen Krankheiten und Alltagssorgen. Und die Schunkelrunden erwiesen sich als optimale Ersatzmedizin.

Gleich zum Auftakt sorgte die Frauengruppe mit Bruni Renk (Leitung), Gerda Müller, Inge Mathes, Adelgunde Ramming, Irene Hertel, Maria Berberich und Elisabeth Fleischmann als "Die süßesten Früchte" für eine tolle Stimmung. Mit gesanglich-musikalischen Einsätzen eroberten die Kienberg-Lerchen aus Haig mit Andreas Endes und Wolfgang Beetz die Herzen der Faschingsfreunde.

Die rigorosen Sparmaßnahmen im Haiger Altenheim "Am Teich" sorgten bei den Senioren für Nachdenklichkeit, denn es musste auf Teufel komm raus gespart werden. Regina Beetz, Marga Rauh, Brigitte Hermann, Barbara Fröba, Martina Stumpf und Sybille Horn verkörperten trefflich die leidvollen Damen aus Haig, Glosberg und Reitsch. Riesenbeifall gab es aber auch für die Büttenrednerin Waltraud Fillweber aus Neukenroth, die trefflich das Tagesgeschehen aufs Korn nahm.

Mit 20 Euro dabei ...

Heidi Roth als Clown sorgte für viel Heiterkeit, baute sie doch ihren Beitrag auf dem alten Schlager "Oh mein Papa" auf. Viel Beifall bekam Andreas Endes mit seiner lustigen Einlage "Ich bin Polizist Mayr". Seine Diensteinsätze waren mit Überraschungen geradezu gepfeffert, nach dem Motto "Mit 20 Euro sind Sie dabei".

Schließlich animierten vier Pinguine vom Südpol mit ihrer "Tritsch-Tratsch-Polka" alle, auch die auf den Stühlen Sitzenden, zum Mitmachen. Zu einem weiteren Höhepunkt kam es mit den schwungvollen Darbietungen der Haiger Jugend-Tanzgarde mit Lina Gebhardt, Lea-Sophie Rauh, Theresa Mesch, Leni Elsesser, Patrizia Förtsch und Paula Hoderlein unter der Leitung von Trainerin Natalie Förtsch.

Fast jeder Besucher war kostümiert, so dass im katholischen Pfarrheim ein fröhliches, unbeschwertes, ja ein ausgelassenes Treiben herrschte, das geradezu ansteckend wirkte, wobei auch das Tanzbein kräftig geschwungen wurde. gf

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