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Pettstadt

Schule wird Dauerbaustelle

Die Generalsanierung der Pettstadter Grundschule verschlingt viel Geld.
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Die Grundschule wird für gut ein Jahrzehnt zur Dauerbaustelle: Schrittweise soll die 1967 in Betrieb genommene und inzwischen mehrfach an- und umgebaute Schule generalsaniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

Die Gemeinde hatte sich gegenüber der Regierung von Oberfranken verpflichtet, umgehend die Sanierung anzugreifen, weil im Zusammenhang mit dem derzeitigen Hortneubau einige vorgezogene Gewerke am Bestand gebilligt und gefördert wurden. Dazu zählen die Stromanlage, der zweite Rettungsweg und die Rückstausicherung. Die letzte große Erneuerungsmaßnahme fand Anfang der 1990er Jahre statt. Damals wurde rund ein halbe Million DM investiert. Die neuerliche Sanierung wird mehr als eine Million Euro kosten. Um diese Aufgabe ohne finanzielle Verrenkungen meistern zu können, werden die erforderlichen Maßnahmen in drei Abschnitte gegliedert, die jeweils mit dreijährigem Abstand ausgeführt werden sollen. Der Gemeinderat erklärte sich mit diesem von Bürgermeister Jochen Hack (FWG) vorgelegten Konzept einverstanden.

Demnach soll 2020 mit der Sanierung der Klassenräume im Obergeschoss des Schulhauses sowie mit dem Verwaltungstrakt und dem Lehrerzimmer begonnen werden. Die energetische Fassadensanierung ist für die Jahre 2023/24 vorgesehen und mit der aufwendigen Modernisierung der Turnhalle geht das Projekt 2027/28 zu Ende. Bürgermeister Hack hofft, dass die staatliche Förderung über den gesamten Zeitraum nicht unter die derzeitige Quote von 60 Prozent fällt.

Nächster Schritt ist die Beauftragung eines Architekten, damit bis spätestens 1. August dieses Jahres die Schulsanierung bei der Bezirksregierung angemeldet werden kann. Die Gemeinderäte Manfred Dippacher (CSU) und Michael Reichert (FWG) wollten wissen, ob das geräumige Dach des Schulgebäudes bei künftigem Raumbedarf in Anspruch genommen werden kann. Antwort des Architekten Frank Nickel: Eine Nutzung wäre nicht unmöglich, aus statischen Gründen, wegen des fehlenden Fluchtweges und der Dachschrägen nur mit großem Aufwand zu verwirklichen.

Horteröffnung im April?

Zurzeit ersehnt man sich die Fertigstellung des Anbaus für den stark nachgefragten Hort und die Vereinsnutzung herbei. Alle bisherigen Zielvorgaben scheiterten am Auftragsstau im Baugewerbe, so dass der Bauzeitenplan aus den Fugen geriet. Nun sieht es danach aus, dass Mitte April dieses Jahres der neue Hort mitsamt seinen Einrichtungen für den Musik- und Gesangverein seiner Bestimmung zugeführt werden kann.

"Es läuft jetzt ganz gut", kommentierte der Bürgermeister den Fortgang der Arbeiten. Die Schulkinder dürften sich allmählich darauf freuen, die neuen Räume nutzen zu können, schmunzelte der Bürgermeister.

Architekt Nickel fand Zustimmung zu seinen Plänen für die Anpassung des Eingangsbereiches sowie die Details der Außengestaltung. Unter anderem sollen - dem Bedarf entsprechend - sechs neue Parkplätze am Schulkomplex entstehen. Der wird künftig drei separate Zugänge für das Schulhaus, die Turnhalle und den Hort haben. Auf einer Freifläche sollen zwei Hochbeete angelegt werden, so dass die Grundschüler ein wenig gärtnern und das Wachsen diverser Vitaminspender verfolgen können.

In nichtöffentlicher Sitzung beschloss der Gemeinderat den Kauf eines neuen Tragkraftspritzen-Fahrzeuges Logistik zum Preis von 167 000 Euro (18 000 Euro unter dem Haushaltsansatz). Der Staat übernimmt davon 46 700 Euro. Das TSFL ersetzt das 1990 angeschaffte LF8, für das mittlerweile keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind.

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