Einberg

Schule unterm Abrissbagger

Die Generalsanierung der Grundschule in Einberg beginnt mit der Sanierung der Sporthalle. Wenn die Klassentrakts an die Reihe kommen, müssen Schüler und Lehrer umziehen.
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Bürgermeister Marco Steiner nimmt mit dem Abbruchbagger den symbolischen ersten "Spatenstich" vor. Foto: Rainer Lutz
Bürgermeister Marco Steiner nimmt mit dem Abbruchbagger den symbolischen ersten "Spatenstich" vor. Foto: Rainer Lutz

Bürgermeister Marco Steiner (FW) durfte persönlich den Abrissbagger bedienen, um symbolisch die Generalsanierung der Grundschule in Einberg zu beginnen. Tatsächlich hatten die Bauarbeiter schon vor diesem ersten "Spatenstich" mit dem zweiten großen Bauprojekt der Stadt neben der noch laufenden Generalsanierung der Mittelschule begonnen. Doch in den kommenden Wochen soll es mit Hochdruck weitergehen.

Dass gleich zwei solche Vorhaben in Angriff genommen werden konnten, verdankt die Stadt der Aufnahme in das Kommunale Investitionsprogramm Schule (KIP-S). "Dadurch ist es möglich, bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst zu bekommen", erklärte Marco Steiner.

Für den ersten Bauabschnitt, die Sanierung der Turnhalle und den Abriss des Verbindungsganges zu den Klassentrakts der Schule, sowie dessen Wiederherstellung sind drei Millionen Euro an Baukosten veranschlagt. Davon werden 1,8 Millionen Euro durch Fördermittel abgedeckt. Der zweite Abschnitt der Sanierung, bei dem es um die Klassentrakts und die Außenanlagen geht, wird voraussichtlich weitere sechs Millionen Euro kosten. "Wir hoffen natürlich, auch dafür eine hohe Fördersumme zu bekommen", sagte Marco Steiner. Wenn es an die Sanierung der Klassenzimmer geht, werden die Schüler nicht mehr da sein, für die jetzt die Baumaschinen eine große Attraktion sind. Während dieses Bauabschnitts wird die ganze Schule ausziehen und im Gebäude der früheren Firma Living-Glass in Oeslau untergebracht.

Ein Umzug, den Schulleiterin Claudia Rauch gerne schon hinter sich hätte. Bauhofleiter Gerhard Eller sieht dem Vorhaben ebenfalls schon mit Spannung entgegen. Im Augenblick ist Living-Glass nämlich die Interimslehrstätte für die Mittelschule. "Die Grundschule muss zum Schuljahresende umzugsbereit sein. Dann muss die Mittelschule rechtzeitig fertig werden und Schüler und Lehrer wieder aus dem Living-Glass-Gebäude ausgezogen sein", erklärt er. Nur so kann der Unterricht nach den Ferien für die Grundschüler im Ausweichgebäude planmäßig beginnen.

Architekt Christoph Gatz ist von der Schule in Einberg begeistert. "Anderswo wird so etwas in die Denkmalliste aufgenommen", sagte er bei Baubeginn. Bei der Sanierung soll daher der Gesamtcharakter der Anlage erhalten bleiben. Trotzdem soll nach der Sanierung "alles da sein, was jetzt fehlt", wir Gatz versicherte.

Ein Ziel, das die Schulleiterin freut. "Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Schule so umfassend und so toll saniert wird", gab sie zu. Die Umstände mit Lärm und Umzug in ein Ausweichquartier nehme die Schulfamilie dafür in Kauf. Schließlich werde das Ergebnis eine zukunftsfähige und moderne Schule sein.

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