Heßdorf

Schule und Gerätehaus kommen voran

Die Arbeiten an den Einrichtungen in Hannberg und Heßdorf liegen im Plan.
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Der Innenausbau des Feuerwehrgerätehauses befindet sich auf der Zielgeraden. Foto: Richard Sänger
Der Innenausbau des Feuerwehrgerätehauses befindet sich auf der Zielgeraden. Foto: Richard Sänger

Nach einem arbeitsreichen Jahr kam der Gemeinderat zur Schlusssitzung zusammen und im Gremium machte sich fast ein bisschen Weihnachtsfrieden breit. Die Sitzung nutzte Bürgermeister Horst Rehder (BB), um sich beim Gremium für die oft sachliche Zusammenarbeit zu bedanken, er griff aber auch auf, was im nächsten Jahr noch ansteht. Empfindlichkeiten dürfe man nicht walten lassen, denn die Gemeinde habe noch eine Reihe von Problemen, die nur gemeinsam gelöst werden könnten.

Wie bei jeder Sitzung gab der Bürgermeister einen Sachstandsbericht zum Stand zur Sanierung der Grundschule in Hannberg. Demnach laufen die Bauarbeiten derzeit im Wesentlichen entsprechend dem Bauzeitenplan. Die Maurerarbeiten laufen auf Hochtouren, die Fensterbauer montieren und auch die Trockenbauarbeiten wurden bereits begonnen. Die Wärmedämm- und Dacharbeiten wurden witterungsbedingt eingestellt. Rehder ist zuversichtlich, dass die Restarbeiten an der Schulturnhalle noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können.

Dazu legte der Bürgermeister ein Nachtragsangebot der Firma Top Sport vor. Um den textilen Belag auf das Geräteraumtor aufzubringen, müssen vorher noch eine Sperrholzverkleidung und ein Lüftungsgitter zum Preis von knapp 800 Euro montiert werden. Diese Leistung war im Hauptauftrag nicht enthalten.

Ein weiteres Nachtragsangebot betraf den zweiten Bauabschnitt. Aus brandschutztechnischen und statischen Gründen müssten die Balkenträger in die Holzkonstruktion eingelassen und die Grundstützen verstärkt werden. Zusammen mit den erforderlichen Verbindungsmitteln beliefen sich die Kosten auf rund 3000 Euro. Auch zum Sheddach genehmigte der Gemeinderat ein Nachtragsangebot der Glasbaufirma. Um das Dach öffnen zu können, müsse der Motorantrieb mit einer Rauchabzugssteuerung für etwas über 3000 Euro ausgestattet werden.

Innenausbau auf der Zielgeraden

Zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses stellte Rehder fest, dass sich der Innenausbau in Richtung Zielgerade bewegt und inzwischen auch die Haustechnik recht gut vorankommt. So sei der Linoleumboden verlegt und die Malerarbeiten sind bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen. Nahezu fertig seien auch die Fliesen- und Gipskartonarbeiten, noch vor Weihnachten sollen sie abgeschlossen sein und mit der Montage der Spinde und Schränke sei bereits begonnen worden.

Im Moment sei noch die mobile Heizung in Betrieb, weil die reguläre Heizung elektrisch noch nicht angeschlossen ist, zudem fehlen noch die Lüftungsgeräte im Schulungsraum. Zum Baufortschritt konnte der Bürgermeister auch die bisher angefallenen und bereits abgerechneten Kosten nennen. So unterschreiten die Rohbauarbeiten die Auftragssumme um nahezu 19 000 Euro. Die Abrechnungssumme der Fensterbauarbeiten liege aufgrund diverser Regiearbeiten mit rund 2300 Euro über der Auftragssumme. Aktuell liege die Baumaßnahme mit den Bau- und Ausbaugewerken 10,57 Prozent über der Kostenberechnung.

Bei der technischen Ausstattung seien alle Gewerke ausgeschrieben und die Kostenberechnung um 43,47 Prozent überschritten. Allerdings sei dabei auch die PV-Anlage von knapp 23 000 Euro zu berücksichtigen, die erst nach der Ausschreibung beschlossen wurde.

Die aktuellen Auftragssummen einschließlich der Nachträge belaufen sich auf knapp 2,3 Millionen Euro, mit den noch auszuschreibenden Gewerken ergibt sich eine voraussichtliche Gesamtauftragssumme in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro.

Aber auch beim Feuerwehrgerätehaus gab es Rehder zufolge Nachtragsangebote, etwa in Höhe von 4000 Euro für das Lackieren der Stahl-Innentüren. Im Leistungsverzeichnis war aus Kostengründen zunächst auf die zusätzliche Lackierung verzichtet worden. Nunmehr habe der Architekt empfohlen, auf die Grundierung dieser Türen einen Lack auftragen zu lassen. Dies wollten einige Gemeinderäte nicht akzeptieren und es gab vier Gegenstimmen. Auch zum Gewerk Elektrotechnik-Starkstromanlagen - gab es ein Nachtragsangebot in Höhe von knapp 3000 Euro.

Auch bei den Außenanlagen wird es weitergehen, denn bei der erneuten Ausschreibung gaben vier Firmen ein Angebot ab. Günstigster Bieter ist die Firma Lämmlein & Übbing aus Heiligenstadt mit einer Angebotssumme in Höhe von 143 000 Euro brutto. Die Kostenberechnung lag bei etwas über 163 000 Euro, womit sich Einsparungen von knapp 23 000 Euro ergeben.

Kritik an Kirchenstiftung

Die katholische Kirchenstiftung hatte der Gemeinde einen Verwendungsnachweis zur Renovierung der Wehrkirche Hannberg vorgelegt. Danach beträgt der verbleibende ortskirchliche Anteil 134 201 Euro und seitens des Pfarramtes wurde ein Betrag in Höhe von 10 330 Euro hinzugerechnet - für Beschaffungen für den Kirchenraum, die nach Auffassung der Verwaltung nicht zu den Baukosten zählen und damit auch durch die beschlossene gemeindliche Förderung nicht gedeckt sind. Auch vom Ordinariat war dafür keine Förderung gewährt worden.

Deshalb lag jetzt die Entscheidung beim Gemeinderat, der die Vorgehensweise der Kirchenverwaltung kritisierte, denn die Ausstattung des Kirchenraumes sei sicherlich schon früher bekannt gewesen. Jetzt diese nicht förderfähigen Kosten im Nachhinein zu verlangen, sei etwas dreist und nicht fair. Schließlich stimmten acht Gemeinderäte für die Kostenübernahme und fünf dagegen.

Ein weiterer Antrag der katholischen Kirchenstiftung betraf den Friedhof in Hannberg. So sollen aufgrund der veränderten Bestattungskulturen zwei Felder mit Urnengräbern angelegt werden, die Kosten werden mit knapp 21 000 Euro kalkuliert. Nach Einschätzung der Verwaltung liegt diese Kalkulation im unteren Kostenbereich und berücksichtigt freiwillige Leistungen. Wie Verwaltungsleiter Martin Hofmann erklärte, seien auch in zurückliegenden Jahren bereits eine Urnennischenanlage und eine Urnenwand gefördert worden. Das Gremium beschloss einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten bis zu einem Betrag in Höhe von 11 000 Euro.

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