Rugendorf

Schuldenstand halbiert

Der Sparkurs der Gemeinde Rugendorf zahlt sich aus. Seit 2015 wurden die Verbindlichkeiten von über 1,6 Millionen Euro auf gut 800 000 Euro zurückgefahren.
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Für das "Haus der Jugend” in Rugendorf muss die Gemeinde jährlich erhebliche Mittel aufbringen. Foto: Archiv/Sonny Adam
Für das "Haus der Jugend” in Rugendorf muss die Gemeinde jährlich erhebliche Mittel aufbringen. Foto: Archiv/Sonny Adam
Den von Kämmerer Matthias Stark vorgelegten Haushalt 2018 mit einem Gesamtvolumen von 2 543 824 Euro (6,32 Prozent mehr als im Vorjahr) hat der Rugendorfer Gemeinderat am Montag verabschiedet. Der Höchstschuldenstand im Jahr 2015 über 1 671 169 Euro wurde aus Eigenmitteln kontinuierlich getilgt und beträgt zum Jahresende 2018 noch 803 384 Euro; das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 816 Euro. Die Zinsen für den ordentlichen Schuldendienst belaufen sich derzeit auf 6800 Euro im Jahr. Da Rugendorf keine Konsolidierungsgemeinde ist, bekommt die Gemeinde keine Hilfen zur Schuldentilgung aus Landesmitteln.
Die Rücklagen betrugen zu Jahresbeginn 229 000 Euro, insbesondere aufgrund von unvorhergesehenen Einnahmen an Gewerbesteuern; für 2018 werden 248 000 Euro erwartet. Aus den Grundsteuern A 18000 Euro und B 83000 Euro. Des Weiteren als Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer 491 017 Euro (etwa 100 000 Euro mehr als im Vorjahr), gleichbleibend 42 164 Euro Anteil an der Umsatzsteuer, 36 118 Euro Einkommensteuerersatzleistung, Straßenunterhaltungszuschuss 50 900 Euro, Benutzungsgebühren 149 845 Euro und 26 000 Euro aus Konzessionsabgaben. Gesunken sind hingegen die Schlüsselzuweisungen vom Land auf 263 990 Euro (im Vorjahr 385 000 Euro).
Das Gesamtvolumen des Verwaltungshaushalts schließt mit 2 027 108 Euro. Wesentliche Ausgaben sind Personalkosten (234 524 Euro), die Gemeinschaftsumlage an die VG (191 267 Euro), Schulumlage etwa 82 000 Euro, Gewerbesteuerumlage 91 500 Euro, Gemeindeanteil an Personal- und Betriebskosten des evangelischen Kindergartens (160 000 Euro). Außerdem Straßenunterhalt 20 000 Euro, -beleuchtung 13 900 Euro, -reinigung und Winterdienst 13 000 Euro.
Für die Mehrzweckhalle "Haus der Jugend” setzt die Gemeinde jährlich erhebliche Mittel ein. In diesem Jahr wird der gemeindliche Zuschussbedarf voraussichtlich 71 167 Euro betragen.
Der Vermögenshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 516 716 Euro, 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Als größte Projekte sind vorgesehen: Erwerb von Grundstücken 80 000 Euro, ordentliche Tilgungsleistungen 82 416 Euro, für den Hochwasserschutz 29 100 Euro, für die weitere technische Ausstattung am Haus der Jugend 29 200 Euro, für die Ultrafiltrations- und UV-Anlage am Hochbehälter 50 000 Euro und für Bauhof-Fahrzeuge 25 000 Euro. In die Rücklage sollen 200 000 Euro fließen.
Nennenswerte Einnahmen im Vermögenshaushalt als Investitionszuweisungen: Hochwasserschutz 22 500 Euro, Investitionspauschale 110 000 Euro, Zuführung vom Verwaltungshaushalt 229 000 Euro, Verkauf von Grundstücken mit Erschließung 85 000 Euro und Herstellungsbeiträge für Wasser und Abwasser 40 000 Euro. Der Kassenkredit zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben ist auf 300 000 Euro festgesetzt.
43 000 Euro wird die Gemeinde aus Eigenmitteln für die nächste Phase des Breitbandausbaus aufbringen müssen. Hierfür vergab der Gemeinderat am Montag die Aufträge in zwei Teilen. Zum einen an die Telekom vornehmlich für Poppenholz und das Neubaugebiet über 241 000 Euro, für Rugendorf selbst an die Thüga über 195 500 Euro. Die Maßnahmen werden mit 90 Prozent bezuschusst.
Für die Fertigstellung stellt die Thüga einen Zeitraum von zwei Jahren in Aussicht, die Telekom von drei Jahren. Der Ortsteil Losau ist bereits vollständig mit Glasfaser versorgt. Gleichzeitig stellte Siegbert Reuther von der Staffelsteiner Firma Reuther NetConsulting den fortgeschriebenen Masterplan für den Breitbandausbau im gesamten Gemeindegebiet dem Gemeinderat vor.
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