Lautertal

Schülerzahl sichert Fortbestand

Derzeit muss sich die Gemeinde keine Sorgen machen, dass der Betrieb der Mittelschule eingestellt wird.
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Für die nächsten Jahre ist der Bestand der Mittelschule am Lauterberg gesichert. Das berichtete Schulleiter Harald Tkaczuck in der Gemeinderatssitzung.  Foto: A. Herzog
Für die nächsten Jahre ist der Bestand der Mittelschule am Lauterberg gesichert. Das berichtete Schulleiter Harald Tkaczuck in der Gemeinderatssitzung. Foto: A. Herzog

"Der Bestand der Mittelschule am Lauterberg ist für die nächsten Jahre gesichert", informierte Harald Tkaczuck in seinem Sachstandsbericht in der Gemeinderatssitzung zum Schulstandort Lautertal. Tkaczuck ist dort seit September 2018 als neuer Schulleiter tätig. Für die fünfte Klasse des neuen Schuljahres seien bisher 27 Schüler angemeldet und es sei zu erwarten, dass es bei über 20 bleibe. Die genaue Zahl hänge letztendlich von der Entscheidung des Verbundkoordinators beim Schulamt ab. Aktuell besuchen in den Klassen 5 bis 9 insgesamt 97 Schüler die Mittelschule Lautertal.

Sehen lassen könnten sich die Ergebnisse des qualifizierenden Mittelschulabschlusses, wie der Schulleiter anhand einer Übersicht seit 2010 darstellte. Gerne würden die Schüler aus der Mittelschule am Lauterberg von den Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen übernommen. Das zeuge von einer sehr guten Arbeit durch das gesamte Kollektiv der Schule. Harald Tkaczuck machte aber auch deutlich, dass sich für die Lehrer durch manche Schüler mit psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten ein erheblicher zusätzlicher Aufwand ergebe. Unterstützung wären hier Jugendsozialarbeiter an Schulen (JAS) - Diplomsozialpädagogen -, die in die Elternhäuser gehen und dort präventiv arbeiten. Der Schulleiter richtete an den Gemeinderat die Bitte, über die Schaffung einer weiteren JAS-Stelle nachzudenken und entsprechende Mittel in den Gemeindehaushalt einzuplanen. "Zwar erhalten wir Hilfe durch Sozialpädagogen vom Jugendamt und Beratungsstellen, alles in einer Hand würde unsere Arbeit jedoch erheblich vereinfachen", so Tkaczuck. "Wir werden darüber beraten. Unsere Türen stehen generell offen, wenn wir etwas für die Schule und unsere Schüler tun können", versicherte der Zweite Bürgermeister Martin Rebhan (SPD).

Zwei Bürgerinnen hatten bei der Verwaltung beantragt zu prüfen, ob im Falle der freiwilligen Abgabe der Fahrerlaubnis im hohen Alter eine kostenlose Beförderung im Rahmen des ÖPNV durch die Gemeinde finanziert werden könne. Martin Rebhan informierte, dass eine Busfahrkarte für sechs Monate ab Rottenbach rund 650 Euro und von Ober- /Unterlauter 160 Euro koste. Um Bürger, die nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind, nicht zu benachteiligen, nahm der Gemeinderat einstimmig Abstand von einer derartigen Sonderzuwendung.

Noch keine Entscheidung

Im Dezember 2017 hatte der Gemeinderat Lautertal bei drei Gegenstimmen dem Beitritt zu einem noch zu gründenden Verein für Archivpflegewesen zugestimmt. Die Lautertaler Verwaltung hatte beim federführenden Landratsamt angefragt, was nun Sache sei. Von dort kam sinngemäß die Antwort, der geplante Archivpflegeverein solle gegründet werden, aber im Moment gebe es dafür kein Personal. Wann es zu einer Entscheidung komme, könne derzeit nicht gesagt werden. Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan bezeichnete dies nach anderthalb Jahren als unbefriedigend und empfahl dem Gemeinderat, aus dem Vorhaben auszuscheren und eigene Lösungen für die Archivierung in der Gemeinde zu suchen. Bei der nächsten Sitzung soll das Thema auf die Tagesordnung.

Chaos im "Zauberwald"

Ein gerne angesteuertes Ziel für Kinderkrippen und Kindergärten ist das "Zauberwäldchen" in der Nähe des alten Bahndammes. Doch mittlerweile seien dort Bäume umgestürzt und Äste lägen herum, die Verwaltung möge sich deswegen mit dem Grundstückseigentümer in Verbindung setzen, wurde die Gemeinde gebeten. Rebhan nahm diese Bitte auf.

Mitfahrbänke sind uninteressant

Rebhan teilte mit, dass die Coburg Stadt und Land aktiv GmbH informiert habe, ein Großteil der Gemeinden sehe keinen Bedarf für die sogenannten Mitfahrbänke im Rahmen der Leader-Förderung. Das Projekt werde daher nicht weiter verfolgt. Interesse hätten nur Ahorn, Bad Rodach und Neustadt bekundet. Ebersdorf und Lautertal hätten das Projekt abgelehnt, die restlichen Gemeinden und Städte hätten keine Stellungnahme abgegeben.

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