Obertrubach

Schüler testen ihr Wissen

Die Mitwirkenden des Projekts "Lernort Natur" trafen sich zur Preisverleihung.
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Die Jagdhornbläser "Weingartsteig" umrahmte die Veranstaltung.
Die Jagdhornbläser "Weingartsteig" umrahmte die Veranstaltung.
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Die Projektwoche "Lernort Natur" erfreute sich wieder außerordentlicher Beliebtheit. Sie findet schon seit Jahren auf Initiative der Kreisgruppe Forchheim im Bayerischen Jagdverband statt. Der feierliche Abschluss mit Ehrung der besten Schüler fand in der Kapelle St. Gerion im Landratsamt statt.

Die Jagdhornbläsergruppe "Weingartssteig" eröffnete die Abschlussveranstaltung mit dem "Aufbruch zur Jagd". Landrat Hermann Ulm begrüßte als Schirmherr die erfolgreichen Schüler, die für ihre besonderen Leistungen bei den einzelnen Wettbewerben geehrt wurden.

Es sei am schönsten, rauszugehen, Tiere und Pflanzen in der Natur zu erleben. "Das schafft eine bleibende Erinnerung, geht in Kopf und Herz", so der Landrat.

Rund 720 Schüler aus 42 Klassen dritten und vierten Grundschulklassen im gesamten Landkreis nahmen über eine Woche verteilt daran teil.

Gesamtprojektleiter und Koordinator war Gerhard Nagengast, der die gesamte Vorbereitung und den Ablauf der Veranstaltung immer im Auge behielt. Er stand auch immer für die Projektteams und Schulen bei etwaigen Rückfragen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Den Wald mit allen Sinnen erleben durften die Kinder mit Rita Satzger vom AELF. Karl Kopp vom Fischereiverband befasste sich mit den Nährtieren und Fischen in heimischen Gewässern. Diplom-Geologin Doris Philippi betonte für den Bund Naturschutz die bedeutung intakter Natur als Lebensgrundlage für den Menschen. Konni Nebel hatte sich das Thema Wildtierkunde vorgenommen, das er sehr lebhaft und unterhaltsam vermittelte. Viele Jäger und Helfer wirkten mit.

In jedem Bereich durften die Kinder ihr Wissen in einem Test beweisen und der Beste aus jeder Klasse wurde stellvertretend für jede Klasse mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk ausgezeichnet.

Schulrätin Cordula Haderlein dankte für diese Projektwoche. "Bedenke man die Gesamtzahl der dritten und vierten Klassen im Landkreis, dann nimmt jedes zweite Kind teil beim Erleben der Natur mit allen Sinnen", sagte sie. Spannend findet sie auch die Entwicklung des Umweltbewusstseins, das in den 80er Jahren schon stärker entwickelt war, sich dann scheinbar abschwächte und jetzt in Erscheinungen wie "Friday for Future" wieder stärker artikuliere. Dazu trügen Aktionen wie "Lernort Natur" bei, denn "ich stehe nicht ein für die Natur, wenn ich sie nicht kenne", so Haderlein.

Es ist eine Art "Klassenzimmer im Freien" erläuterte BJV-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Dittmann anschaulich die Projektwoche. So lernen die Kinder unter anderem Tiere kennen, sehen , wie ein Jagdhund arbeitet, oder auch was es für Fische und andere Lebewesen an heimischen Flüssen und Bächen gibt. Ihre Lebensweise immer wird äußerst verständlich erklärt.

Alle Verantwortlichen nehmen hier freiwillig jedes Jahr eine Mammutaufgabe auf sich. Der Eifer, die Lernfähigkeit und die Begeisterung der Kinder seien der Dank dafür, sagte Hans Dittmann.

Mit dem Signal "Auf Wiedersehen" verabschiedete die Jagdhornbläsergruppe die Besucher der Veranstaltung. red

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