Erlangen
Wettbewerb

Schüler sollen Kristallzüchter werden

Fraunhofer IISB, die Deutsche Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung (DGKK) und das Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE) rufen zum deutsch-landweiten Schulwettbewerb "Wer züchtet d...
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Fraunhofer IISB, die Deutsche Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung (DGKK) und das Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE) rufen zum deutsch-landweiten Schulwettbewerb "Wer züchtet den schönsten Kristall?" für Schüler der 5. bis 13. Jahrgangsstufe auf. Mit einfachen Mitteln und ein wenig Geduld sollen schöne und große Kristalle aus einer wässrigen Lösung "gezüchtet" werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zeit ist bis zum 15. November, danach wählt eine Jury die besten Kristalle aus. Die Sieger werden bei einer feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Deutschen Kristallzüchtungstagung im März 2020 prämiert. Der Wettbewerb soll dem Nachwuchs die große technische Bedeutung von Kristallmaterialien näherbringen.

Viele uns vertraute Substanzen kommen in kristalliner Form vor. Beispiele sind Salz, Zucker, Arzneimittel, Metalle - aber auch Nierensteine. So sind über 98 Prozent der festen Erde kristallin. Natürliche Kristalle kennen wir als Mineralien. Seit Jahrtausenden faszinieren sie die Menschen durch ihre Größe, Farbe und äußere Form - Diamanten und andere Edelsteine aber auch durch ihren Wert. Das Wort "Kristallos" bedeutete ursprünglich "Eis", da die alten Griechen dachten, Bergkristalle bestünden aus gefrorenem Wasser. Erst später hat sich die heutige Bedeutung des Wortes etabliert.

Schon früher wurden natürliche Kristalle für technische Anwendungen genutzt. Mit dem industriellen Wandel im 20. Jahrhundert bekamen sie aber einen vollkommen neuen Stellenwert.

Viele Einsatzgebiete

Moderne Informations- und Kommunikationstechnik, digitale Massenmedien, LED-Beleuchtungen, Elektroautos, Industrieroboter, Computertomographen und noch vieles mehr: Erst Kristalle mit besonderen physikalischen Eigenschaften ermöglichten die revolutionären Innovationen, die heute im Alltag unverzichtbar sind. Dafür werden im industriellen Maßstab "maßgeschneiderte" Kristalle hergestellt, die es in der Natur überhaupt nicht oder nicht in der geforderten Größe, Reinheit und Perfektion gibt.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 30. April mit Angaben zur Gruppe, zur Schule und zur betreuenden Lehrkraft unter www.kristallwettbewerb.de notwendig. Am 1. Mai wird bekannt gegeben, welches wasserlösliche Salz verwendet werden soll, aus dem die Kristalle gezüchtet werden. Die ersten 250 Anmeldungen erhalten ihr Materialpaket kostenlos. Weiteren teilnehmenden Teams werden preiswerte Bezugsquellen genannt. Alle bekommen Kristallzüchtungsanleitungen zugeschickt; es gibt aber auch viele Hinweise im Internet. Bis Herbst ist dann Zeit, schöne und große Kristalle zu züchten. red

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