Bayreuth
Wissenschaft

Schüler lernen über Kontinente hinweg

Internationale Wissenschaftler haben in Kooperation mit der südkoreanischen Circle Foundation und dem F/L Think-Tank Software-Tools entwickelt, die es Schülern über Sprachgrenzen und Kontinente hinweg...
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Internationale Wissenschaftler haben in Kooperation mit der südkoreanischen Circle Foundation und dem F/L Think-Tank Software-Tools entwickelt, die es Schülern über Sprachgrenzen und Kontinente hinweg ermöglichen, künstliche Intelligenz zu erproben und simultan anzuwenden. Der Pilotversuch zu "Learning 5.0" startet im Frühjahr 2020 an Schulen in Äthiopien, Korea und Deutschland und wurde kürzlich an der Universität Bayreuth vorgestellt, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Es geht um kollaboratives Lernen über Kontinente hinweg: Dank entsprechender Apps auf den von der Circle Foundation finanzierten Tablets, können die Schüler zwischen 13 und 16 Jahren in ihren jeweiligen Muttersprachen zeitgleich per Videochat kommunizieren. Ziel von "Lernen 5.0" ist es, Jugendliche dazu zu bringen, sich aktiv für globale Themen zu engagieren, sowie ihre Vernetzung und Kreativität zu fördern.

App für die Übersetzung

Durch neue Möglichkeiten der Kommunikation, bei der eine App als Dolmetscher fungiert sollen sie aus erster Hand Kenntnisse über andere Regionen der Welt - Menschen, Sprachen, Demografie, Gesundheit und Alltag - gewinnen. Darüber hinaus lernen Lehrer und Schüler, die Funktionsweise von künstlicher Intelligenz zu verstehen und anzuwenden. Zunächst beteiligen sich sechs Schulen aus Deutschland, Korea und Äthiopien an diesem Projekt. In Deutschland sind dies das Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium in Hof und die Markgraf-Friedrich-Realschule in Rehau. Beim Kickoff an der Universität Bayreuth kamen Leiter und Lehrer der Pilotschulen, Wissenschaftler und Projektpartner zusammen: Die Lehrer wurden in die "Smart Tablets" und in eine Künstliche Intelligenz eingewiesen und gebrieft, eine kollaborative Klassen-Kommunikation über die Kontinente hinweg wurde erfolgreich simuliert. Außerdem wurde das didaktische Konzept diskutiert.

Die Umsetzung im Unterricht an den Schulen startet im zweiten Quartal 2020. Dann sollen mehrere Hundert Schüler zwischen 13 und 16 Jahren und ihre Lehrer an 14 Lektionen teilnehmen. Benötigt werden dazu die künstliche Intelligenz in Bayreuth, Tablets und eine Wlan-Verbindung vor Ort in den Schulen.

"Learning 5.0" ist ein konkretes Folgeprojekt des Bayreuther Kolloquiums "The World 2029" vom Februar 2019. red

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