Knetzgau

Schüler kämpfen gegen Plastik

In Knetzgau sammelten die Kinder und Jugendlichen die Kunststoffverpackungen und stapelten sie auf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Dreiberg-Schule in Knetzgau setzt sich mit dem Thema Klima, Klimaschutz und Plastikbelastung auseinander. Aktuell sammelten die Schüler eine Woche lang den Plastikmüll zu Hause und brachten ihn mit in die Schule, wo er als "Berg" aufgestapelt zum Nachdenken animierte.  Foto: cr
Die Dreiberg-Schule in Knetzgau setzt sich mit dem Thema Klima, Klimaschutz und Plastikbelastung auseinander. Aktuell sammelten die Schüler eine Woche lang den Plastikmüll zu Hause und brachten ihn mit in die Schule, wo er als "Berg" aufgestapelt zum Nachdenken animierte. Foto: cr

Christiane Reuther Das Thema Klima, Klimaschutz, Plastikverschmutzung der Welt ist derzeit in aller Munde. Die Dreiberg-Schule in Knetzgau beschäftigt sich immer wieder mit diesem Thema.

In der "Woche für Gesundheit und Nachhaltigkeit" haben sich die Schüler in allen Klassen mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Aktuell stand eine Woche lang das "Plastik/Klimaschutz-Projekt" im Mittelpunkt.

Die Schüler der Grund- und Mittelschule setzten sich speziell mit dem Thema "Plastik" und "Kunststoffverpackungen" sowie einem bewussteren Umgang damit auseinander, wie Schulleiterin Antje Schorn erklärte. Dass die Entsorgung von Kunststoffen extreme Auswirkungen auf das Ökosystem der Weltmeere und der Erde habe, sei bekannt. Heutzutage gebe es in den Weltmeeren kaum noch einen Fisch, der nicht Mikroplastik im Bauch habe. Dies sei mit großen Folgen für die Menschheit verbunden. Die Folgen für das Klima seien dagegen weniger bekannt, aber ebenso bedeutend, so erläuterte Schorn den Schülern und den Eltern. Vor allem die Kunststoffproduktion trage dazu bei, dass der Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen immer weiter ansteige und so das Klima auf der Erde weiter schädige.

Dies nahm die Schulleitung zum Anlass, gemeinsam mit den 361 Schülern über den bewussten Umgang mit Plastik und Kunststoffverpackungen nachzudenken. Zunächst stand in allen Klassen das Thema "Plastikproblematik der Welt" zur Debatte. Dann folgte mit Unterstützung der Eltern eine Plastiksammelaktion mit der Fragestellung: "Wie viel Plastikmüll erzeugen wir?" Eine Woche lang haben die Kinder und Jugendlichen den zu Hause anfallenden Plastikmüll gesammelt, gesäubert und ihn dann in einer Tüte mit in die Schule gebracht. Um zu visualisieren, wie viel Plastik sich innerhalb einer Woche ansammelt, haben die Schüler ihren gesammelten Plastikmüll zu einem erstaunlichen "Berg" aufgestapelt. Der Abfall wurde dann gemeinsam von den Mittelschülern und ihren Lehrern zum Wertstoffhof in Knetzgau gebracht.

Das Thema wird nun im Unterricht weitergeführt, wie die Schulleiterin sagte. Unter anderem stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: "Wie kann man Plastik im Alltag vermeiden?" und "Was kann der Einzelne dazu beitragen?"

Angedacht ist auch eine komplett plastikfreie Woche an der Schule. Dann sollen die Kinder und Jugendlichen bewusst auf Plastikverpackungen verzichten, um sich so den Zusammenhang zwischen Plastik und Klimaschutz bewusst zu machen.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren