Wallenfels
Heimatgeschichte

Schüler betätigten sich als Stadtführer

Kurz vor den Sommerferien haben sich in Wallenfels die Schüler der Kombiklasse 3 und 4a sehr intensiv mit der Heimatgeschichte der Stadt beschäftigt. Als kleine Geschichtsforscher forschten sie in unt...
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An verschiedenen Stationen im Stadtgebiet von Wallenfels gaben die Schüler Erläuterungen zu ihren Recherchen um die Geschichte von Wallenfels.  Foto: Michael Wunder
An verschiedenen Stationen im Stadtgebiet von Wallenfels gaben die Schüler Erläuterungen zu ihren Recherchen um die Geschichte von Wallenfels. Foto: Michael Wunder

Kurz vor den Sommerferien haben sich in Wallenfels die Schüler der Kombiklasse 3 und 4a sehr intensiv mit der Heimatgeschichte der Stadt beschäftigt. Als kleine Geschichtsforscher forschten sie in unterschiedlichen Unterlagen auf eigene Faust und fassten die Ergebnisse in einem selbst erstelltes Handbuch zusammen.

Im Rahmen der Unterrichtssequenz "Die Wallenfelser Heimatgeschichte hautnah erleben" führten die Kinder eine historische Stadtführung durch. An verschiedenen Stationen gaben sie kurze Erläuterungen zu ihren festgeschriebenen Recherchen.

Demnach dürfte es schon 1600 in Wallenfels eine Schule mit freiwilligem Besuch gegeben haben. Erst 200 Jahre später, als die Schulpflicht eingeführt wurde, entstanden eine Knabenschule und eine Mädchenschule (Am Schloßberg). Beide Gebäude wurden den an der Stadtführung teilnehmenden Eltern und Großeltern vor Ort gezeigt.

Weitere rund 100 Jahre später, nämlich 1908 wurde die Zentralschule am heutigen Kulturzentrum gebaut. Die jetzige Schule am heutigen Bildungszentrum in Wallenfels wurde 1971 eröffnet. Dort wurden vor 30 Jahren noch 330 Schüler in 14 Klassen unterrichtet.

Eine der ersten Anlaufstationen war das Altenheim, welches 1906 als sogenanntes "Kranken- und Lokalarmenhaus" eröffnet wurde. Das Gebäude wurde 1965 zum heutigen Altenheim umgebaut und seitdem durch die Caritas immer wieder modernisiert.

Nach der Geschichte an der Schwedenbrücke kam man zum Rathaus, wo Bürgermeister Jens Korn die Fäden sicher in der Hand hat. Wie ihre Recherchen ergaben, wurde es 1625 erstmals erwähnt. Die Kinder informierten vor dem Rathaus über dessen mysteriösen Brand am 20. September 1994. Man vermutet Brandstiftung, ein Täter konnte bis heute nicht ermittelt werden.

Als gute Quelle an Informationen für die Kirche St. Thomas diente der langjährige Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Ortsheimatpfleger Franz Behrschmidt, der vor Ort von den Ausführungen der Kinder begeistert war. Nach Informationen soll sich bereits auf der Burg Waldenfels eine Kapelle befunden haben. 1549 schon wurde Wallenfels eine selbständige Pfarrei. Der Neubau des heutigen Gotteshauses begann dank einer großzügigen Spende eines Bewohners 1861. Die Kinder erinnerten auch an den Einsturz der Kirchenmauer im Jahr 1980, den sie nicht miterlebten, wohl aber manche Eltern und speziell Großeltern.

Bevor man auf dem Rückweg zur Schule an der Rodach entlang noch gemeinsam das Wallenfelser Heimatlied unter Begleitung von Lehrerin Lena Eidloth sang, blickte man auf die Schloßbergkapelle. Dort auf dem 477 Meter hohen Berg stand eins die Burg der Herren von Waldenfels, welche auch die Namengeber der Stadt sind. Erbaut um 1200 wurde diese im Bauernkrieg im Jahr 1525 zerstört. Die vorherige Kapelle aus Holz wurde 1904 eingerissen. Nach dem ersten Weltkrieg begann man im Jahr 1922 mit dem Aufbau der heutigen Kapelle, welche in der Vergangenheit auch renoviert und instandgehalten wurde.

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