Haßfurt

Schub durch Leader

Die LAG hat sich für den Landkreis gelohnt. In zehn Jahren wurden dank ihr knapp zwei Millionen Euro ausgezahlt.
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Mit der Burgruine Altenstein hat der Landkreis ein eindrucksvolles Denkmal. Mit Leader-Mitteln wurden Burgen, Schlösser und Ruinen in Kreis und Region verbunden. Mit dem touristischen Gütesiegel "Deutschen Burgenwinkel" wurde ein touristischer und kultureller Mehrwert für die Region geschaffen.  Foto: Andreas Hub
Mit der Burgruine Altenstein hat der Landkreis ein eindrucksvolles Denkmal. Mit Leader-Mitteln wurden Burgen, Schlösser und Ruinen in Kreis und Region verbunden. Mit dem touristischen Gütesiegel "Deutschen Burgenwinkel" wurde ein touristischer und kultureller Mehrwert für die Region geschaffen. Foto: Andreas Hub
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Christiane Reuther Der "Deutsche Burgenwinkel" schiebt jetzt auch im Landkreis werbewirksam Tourismus an; die Zeiler haben als Attraktion für Einheimische und Besucher das Hexen-Dokumentationszentrum. Und die Gemeinden am Main profitieren von den werblichen Effekten einer "Gelben Welle". Alles das wurde möglich durch EU-Gelder. An die man nur mit durchdachter Begründung und Organisation herankommt. Dazu wurde vor zehn Jahren die "Lokale Aktionsgruppe" Haßberge e.V. (LAG Haßberge) gegründet, im amtsdeutsch "zur Steuerung des Leader-Prozesses in der Region". "LEADER" unterstützt neue Projekte im ländlichen Raum, es will regionale Entwicklung fördern. Aktuell hat die LAG Haßberge 60 Mitglieder aus dem öffentlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Alle Bürgermeister des Landkreises, Vertreter der Wirtschaft, Kultur, Tourismus, aber auch Privatpersonen sind unter dem Dach der LAG vereint.

Bilanz zur Arbeit der LAG in den zehn Jahren zog Landrat Wilhelm Schneider mit den Verantwortlichen. In dieser Zeit wurden 24 Projekte umgesetzt, 16 Projekte laufen. Ausgezahlt wurden knapp zwei Millionen Euro. Stolz auf diese Zahlen sind Wilhelm Schneider als LAG-Vorsitzender, LAG-Geschäftsführerin Karin Gadamer sowie die LAG-Managerinnen Veronika Jägler und Susanne Wolfrum-Horn. Hinter den zwei Millionen Euro steht auch ihre Arbeit.

Voraussetzung für die Anerkennung als Leader-Region ist die Lokale Entwicklungsstrategie (LES). Im Landkreis definiert sie Entwicklungs- sowie Handlungsziele und dient als Grundlage für die Auswahl von Projekten. Leader folgt dem "Bottom-up"-Ansatz, wie Veronika Jägler erklärte: Menschen vor Ort sollen die regionale Entwicklung mitgestalten, Projekte anstoßen und umsetzen.

So war das beim "Deutschen Burgenwinkel", "Hexenturm Zeil" oder "Gelbe Welle". Laut Susanne Wolfrum-Horn ließen sich auch viele kleinere Projekte verwirklichen.

Jede LAG hat einen finanziellen Gestaltungsrahmen. In der Förderperiode (2014-2020) gibt es noch Geld, so Karin Gadamer. "Wir freuen uns über jede Projektanfrage." "Es wäre schön, wenn noch mehr Interessierte unserem Verein beitreten und dazu beitragen, unsere Heimat mitzugestalten", erklärt Wilhelm Schneider. Die Beitrittserklärung und Informationen zur LAG Haßberge und zu den Projekten findet man unter www.leader-hassberge.de.

Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und steht für "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" (Verknüpfung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Leader hat das Ziel, die ländlichen Räume der EU zu stärken und in ausgewählten Regionen nachhaltige Entwicklung in Gang zu setzen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Haßberge versteht sich als Initiator und Träger des Leader-Prozesses. Ihre Aufgabe: Kompetenzen, Interessen und Potenziale im Sinne einer erfolgreichen Entwicklung bündeln. Sie ist die Plattform der Akteure und bringt Netzwerke in Gang.



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