Herzogenaurach

Schon jetzt Bock aufs nächste Mal

Der Kirchenplatz wurde zum Schlosshof, und die anfängliche Skepsis wich der Begeisterung. Für die nächsten Jahre sollte das Rockprogramm zum Altstadtfest gesichert sein. Bisher gab es ausschließlich positive Reaktionen.
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Samstagabend, die Band "React" heizt bei sommerlichen Temperaturen ein - der Höhepunkt des ersten "Schlosshof-Rocks" auf dem Kirchenplatz. Foto: Olaf Kaddatz
Samstagabend, die Band "React" heizt bei sommerlichen Temperaturen ein - der Höhepunkt des ersten "Schlosshof-Rocks" auf dem Kirchenplatz. Foto: Olaf Kaddatz
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Bernhard Panzer Experiment gelungen - oder etwas weniger sachlich nüchtern formuliert: "Wir haben schon jetzt Bock aufs nächste Jahr". Olaf Kaddatz zieht für die Musikinitiative Herzogenaurach (MIH) eine überaus positive Bilanz des Rockpogramms zum Altstadtfest, das erstmals nicht im Schlosshof, sondern auf dem Kirchenplatz stattfand. Die Ausweich-Location habe überzeugen können: "Wir sind mehr als überrascht", sagte der Mitorganisator des Festivals seitens der MIH. Und fügte für sich selbst hinzu: "Ich war spätestens am Samstagabend begeistert."

Experiment gelungen. Kaddatz verschwieg freilich nicht, dass man anfangs durchaus skeptisch gewesen war. "Wir wussten ja nicht, was auf uns zukommt", sagte der Bassist, der am Freitagabend selbst live auf der Bühne stand. Und als das Festival begann, knallte den Musikern die Abendsonne frontal ins Gesicht und heizte zusätzlich kräftig auf, als böte der Sommerabend neben der Hitze der Verstärkeranlage und der Scheinwerfer noch nicht genügend Sauna.

Doch all das verschwand auch wieder, ab halb acht war die Sonne weg, und spätestens als die Illumination der Stadtpfarrkirche griff, wich die Skepsis der Begeisterung. Zumal der Sound stimmte, das Publikum überaus positiv war und der Kirchenplatz viel mehr wurde als nur ein Ausweichplatz. Zudem, so sagte Kaddatz weiter, sei dieses Areal nicht so eingegrenzt, habe mehrere Zugänge und sei dadurch "luftiger und entspannter". Ein Gedränge wie sonst habe es nicht gegeben.

Gleichwohl man sich freilich auf die Rückkehr in den Schlosshof, nach Beendigung des Rathausneubaus, freut. Aber für die kommenden Jahre fühle man sich auf dem Kirchenplatz durchaus gut aufgehoben. Das gelte im Übrigen auch für die Handballer der Turnerschaft, die dort für die Bewirtung zuständig waren.

Experiment gelungen. Dieses Fazit kann auch die Stadt ziehen. Für Andrea Pöltl vom Amt für Stadtmarketing und Kultur war es bereits ihr zehntes Altstadtfest als Organisatorin und das erste, das größere logistische Veränderungen mit sich brachte. Alles habe sehr gut geklappt, bescheinigt sie. Und lobt die Abstimmung mit der MIH und den Handballern. Auch von den Anwohnern seien bis Montagmittag keinerlei Klagen gekommen.

Dank an den Pfarrer

Der besondere Dank der Stadt wie auch der Vereine gilt Stadtpfarrer Helmut Hetzel. "Auch ihm habe es gut gefallen", berichtet Pöltl. Und Kaddatz ist beeindruckt, dass Pfarrer Hetzel sogar das Glockenläuten habe ausfallen lassen. Einen weiteren Dank der MIH heimst das Altstadtfest-Publikum ein. Es habe sich keiner aufgeregt, wenn mal ein Auto zum Kirchenplatz gefahren sei. Irgendwie müsse man die Instrumente ja anliefern dürfen, sagte der Musiker. Aber da sei kein böses Wort gefallen, die Leute hätten "unglaublich diszipliniert" reagiert.

Experiment gelungen. Noch etwas gefällt der MIH außerordentlich gut. Neben dem eigenen Programm auf dem Kirchenplatz hat der Verein am Samstagabend mit "Faded Glory" auch die Topband auf dem Marktplatz gestellt. Die Innenstadt war in diesen Stunden musikalisch in der Hand der MIH.

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