Marktrodach

Schon Interessenten für Wohnungen

Im neuen Baugebiet "Am Steinbruch" in Marktrodach soll ein Mehrfamilienhaus mit 21 Einheiten entstehen. Nachfrage ist da, wie Bürgermeister Gräbner in der Gemeinderatssitzung bestätigte. Nachfrage gibt es aber auch für ein zweites Urnenwiesengrab auf dem Friedhof.
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Mit einem finanzstarken Investor, der für trendige und stylische Wohneinheiten steht, startet Marktrodach Richtung Bau- und Gewerbegebiet "Am Steinbruch". Das ehemalige Steinbruchgelände soll nun einer neuen Nutzung zugeführt werden. Im westlichen Bereich wird ein allgemeines Wohngebiet entstehen, der Osten des Plangebietes soll weiterhin Gewerbegebiet bleiben. Dazwischen setzen Bürgermeister und Gemeinderäte ein Mischgebiet als "Puffer".

"Das Plangebiet liegt am südöstlichen Ortsrand des Marktes Marktrodach. Es schließt im Nordosten und Südwesten an bestehende Wohnbebauung sowie im Nordwesten an ein Sägewerk an. Westlich davon verläuft die Bundesstraße B173", erklärt Bürgermeister Norbert Gräbner die Lage des neuen Baugebietes.

Er freut sich, dass es schon Interessenten gibt, die sich von den "zwei modernen Baukörpern, verbunden durch eine Liftanlage" angesprochen fühlen. "Es wird außerdem großer Wert auf Freiflächen in Form von Gärten, Terrassen, Balkonen und Loggien gelegt. Die 21 Wohnungen werden eine Größe von 60 bis 100 Quadratmeter haben. Wer möchte, kann sich ab sofort im Bauamt des Marktes Marktrodach darüber informieren."

Behandelt wurde vom Gremium auch eine Änderung des Bebauungsplanes für das Sondergebiet "Photovoltaik-Anlage Steinbruch" in Kleinvichtach. Hier hatte die Eigentümerin "Societas Leonina VIII GmbH" eine Änderung des Bebauungsplanes beantragt. Diese Änderung sei notwendig, da die Zufahrt derzeit über das künftige Baugebiet "Am Steinbruch" laufe und dies von Seiten der Marktgemeinde aber künftig nicht mehr gewünscht sei. Parallel dazu fand auch die Einholung der Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange statt.

Norbert Köhler vom Planungsbüro IVS in Kronach: "17 Behörden haben sich gemeldet, zu fünf davon möchte ich hier was sagen." Im Anschluss fasste er die Stellungnahmen vom Kreisbrandinspektor der Feuerwehr, Bayernwerk, Staatlichem Bauamt, Landesamt für Denkmalpflege und Landratsamt kurz zusammen. Der Änderung des Bebauungsplanes steht nach der Abstimmung im Gemeinderat nichts mehr im Wege.

Immer mehr Feuerbestattungen

Punkt acht auf der Tagesordnung war den Toten gewidmet, oder genauer gesagt, der Gestaltung von Urnenfeldern. "Der Friedhof ist weit mehr als ein Ort, um die Verstorbenen zu bestatten. Er ist vor allem ein Ort für die Lebenden, ein Ort der Trauerbewältigung, der Ruhe und Erholung und der Kommunikation. Friedhof ist jedoch auch Naturraum und historisches Zeugnis." Fast schon poetisch begann der Bürgermeister seine Erläuterung des Sachstandes: "Die Zahl der Feuerbestattungen nimmt stetig zu. Im Bereich des Kriegerdenkmals im Unterrodacher Friedhof entstand 2014 eines von zwei Grabfeldern mit 17 Urnenwiesengräbern. Diese sind - bis auf drei - schon alle vergeben. Da die Nachfrage so groß ist, sollte das zweite Grabfeld geplant werden und entsprechende Haushaltsmittel muss man ebenfalls einstellen."

Was man sich in Bezug auf die letzten Ruhestätten wünscht, formulierte er so: "Ein innovatives und modernes Friedhofsmanagement, um damit eine Friedhofskultur zu schaffen." Aus diesem Grund werde es in Kürze eine beschränkte Ausschreibung zur Errichtung eines zweiten Urnenwiesengrabes im Bereich des Kriegerdenkmals geben.

Den Bauanträgen von Elfriede Hader im Rodachweg 5 (Neubau einer Garage) und Roman Suranovsky (Neubau eines Familienwohnhauses mit Carport) auf dem Flurstück 636/7 wurde zugestimmt.

Bürgermeister Gräbner informierte auch über die Ferienbetreuung, sprach eine Einladung zur Oberrodacher und Seibelsdorfer Kirchweih aus und äußerte sich zur Umgehung in Zeyern im Zuge der B173: "Hier liegt mittlerweile ein Gutachten vor, derzeit werden die Bestandsaufnahmen bewertet. Ein abschließendes Gespräch wird klären, wie und wann es mit dem Bau weitergeht." Ein Baustandsbericht über die Großvichtacher Dorferneuerung zeigte, dass diese fast abgeschlossen sei. "Es geht stramm voran und es gab ein tolles Miteinander mit den betroffenen Anliegern", lobte der Bürgermeister. Offizielle Einweihung ist am Samstag, 22. September, ab 16.30 Uhr im Rahmen eines Dorffestes.



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