Zu einem Vortrag über ein außergewöhnliches Land laden Stadtbücherei Lichtenfels und das Freiwilligenzentrum "Aktive Bürger" für Mittwoch, 18. Oktober, um 19 Uhr in die ehemalige Synagoge ein: "Libanon - die Schweiz des Orients".
Der Referent Konrad Gottschall stellt - aus den Erfahrungen von drei längeren Aufenthalten - im Schwerpunkt ein "interessantes, vielseitiges, einmaliges Land" vor. Er zeigt in seinem Vortrag, der von 140 Fotos untermalt wird, Land und Leute, die topografische, geografische und historische Situation bzw. Entwicklung des Landes auf, das nach seiner Meinung viel zu wenig Aufmerksamkeit in der Medienwelt erhält.
Er geht auch auf die dortige Flüchtlingssituation ein, wo auf einer Fläche halb so groß wie Hessen vier Millionen Einwohner und dazu zwei Millionen Flüchtlinge leben. Dabei geht er auf das Flüchtlingsthema ein und zeigt Bilder von drei Lagern, die er besuchte. Kurz streift er auch die Situation der Palästinenser, die dort als nicht anerkannte "Nobodies" seit 70 Jahren ebenfalls in abgeriegelten Gebieten leben.
Am Ende seiner Ausführungen werden Bilder einer Schule stehen, in der syrische Flüchtlingskinder unterrichtet werden. Nach dem Motto "Bildungsarbeit ist Friedensarbeit" unterstützt die Katholische Kirchenstiftung Stegaurach diese Einrichtung. "Auch diese Kinder", ist Konrad Gottschall überzeugt, "sind es wert, eine friedliche Zukunft zu haben, anstatt der Prostitution, der Ausbildung zum Kämpfer oder dem Organhandel ausgesetzt zu sein."
Der Referent dürfte so manchem Lichtenfelser noch in Erinnerung sein: aufgewachsen in Mainroth und Lichtenfels , aktiv bei den Sankt-Georgs-Pfadfindern, Ausbildung und erste Berufsjahre bei der Sparkasse. Seine Laufbahn führte ihn in den Vorstand der Kreissparkasse Bamberg, wo er nach der Fusion zur "Sparkasse Bamberg" bis 2015 viele Jahre als Vorstandsvorsitzender der größten Sparkasse Oberfrankens fungierte.
Passend zum Thema wird die Stadtbücherei einen Büchertisch organisieren. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei; Referent und Aktive Bürger freuen sich über freiwillige Spenden, die zu gleichen Teilen dem Schulprojekt im Libanon und dem Freiwilligenzentrum Aktive Bürger zugutekommen werden. red