Bamberg

Schönes Entree fürs Welterbezentrum

Bildhauer Rui Chafes half bei der Enthüllung seines Werks "Langsamer Traum" vor der Bischofsmühle.
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Marion Krüger-Hundrup Bescheiden und froh wirkte Bildhauer Rui Chafes, als er nach der feierlichen Enthüllung seiner Großplastik "Langsamer Traum" vor der Bischofsmühle ans Mikrofon trat. Der portugiesische Ausnahmekünstler und Repräsentant der internationalen Kunstszene dankte der Stadt Bamberg und deren Bewohnern für die Chance der öffentlichen Präsentation seiner Skulptur.

"Ich bin glücklich über diese ganze Geschichte und schenke Bamberg gern den ‚Ängstlichen Mond‘", spielte Chafes darauf an, dass ein weiteres Objekt seiner Werksammlung eine bleibende Heimat im Bamberger Hain gefunden hat. Ohne, dass der Künstler dafür auch nur einen Cent verlangte.

Viele Bamberger hatten sich an der Bischofsmühle versammelt, um diese offizielle Übergabe des Chafes-Traums zu verfolgen. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) nannte dieses zeitgenössische Kunstwerk aus Eisen das "i-Tüpfelchen auf der herrlichen Platzgestaltung". Der OB sprach von Verantwortung für den Welterbetitel Bambergs, zu der auch das Zusammenspiel von mittelalterlicher Architektur und Gegenwartskunst gehöre. Er erinnerte an die Entstehung des Skulpturenweges durch die Stadt, die dem damaligen Direktor des neu gegründeten Internationalen Künstlerhaues Villa Concordia, Bernd Goldmann, zu verdanken sei.

Andreas Starke fand noch mehr Worte des Dankes, die er an Rui Chafes, besonders aber auch an die engagierten Unterstützer des Ankaufs richtete. "Ohne private Initiativen wäre der Erwerb der Skulptur nicht möglich gewesen", würdigte das Stadtoberhaupt die zahlreichen Spender.

Kunstsinn der Bamberger

Oberfrankens Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz knüpfte daran an: "Kunstsinn und Verantwortungsgefühl der Bürgerschaft" habe die Verwirklichung des Traums ermöglicht. Und zwar in einer Stadt, die nicht nur Bischofs- und Universitätsstadt sei, sondern auch eine der Kunst und Kultur.

Nach den Worten der Regierungspräsidentin ist der für die Chafes-Plastik gewählte Platz "fantastisch und ein schönes Entree für das neue Welterbezentrum".

Zweiter Bürgermeister und Kulturreferent Christian Lange (CSU) markierte die Trennlinie zwischen Innen- und Außenwelt. Philosophierte mit biblischen Bezügen über Träume und Albträume und versicherte dann, dass "Chafes zum Genießen und fantasievollen Träumen anregt".

Nicht zuletzt die Einbindung von Natur in die Kunst lasse neue Perspektiven erleben, spielte Lange auf die frisch gepflanzten drei Bäumchen an der Bischofsmühle an. Die Blickachse "Kunst, Natur, Barock" sei eine besondere, schwärmte der Bürgermeister.

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