Kronach

Schnuppern im OP-Saal

Schülerinnen des KZG lernten Berufe und Alltag in der Helios- Frankenwaldklinik Kronach kennen.
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An einer Übungspuppe durften die Schülerinnen ausprobieren, wie ein Patient intubiert wird. Foto: Helios-Frankenwaldklinik
An einer Übungspuppe durften die Schülerinnen ausprobieren, wie ein Patient intubiert wird. Foto: Helios-Frankenwaldklinik

Die letzten Prüfungen des Schuljahres waren geschrieben, der Rauch über den Köpfen hatte sich bereits verzogen und die Gedanken kreisten schon rund um Nachmittage im Freibad mit den besten Freunden. Doch kurz vor den Sommerferien holte sechs Schülerinnen des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums noch einmal der Ernst des Lebens ein: Beim Berufsinformationstag an der Helios-Frankenwaldklinik Kronach ging es wieder um die große Frage "Welche Arbeit passt zu mir?".

Mit einem geführten Rundgang durch die Klinik, praktischen Übungen und nicht zuletzt persönlichen Gesprächen wollten die Mitarbeiter des Hauses Orientierung und eine kleine Hilfestellung bieten.

Am Beginn ihres Weges durch die Klinik stand gleich die Begegnung mit dem Alltag in der Zentralen Notaufnahme und der Intensivstation. Stationsleiterin Maria Hofmann erläuterte den jungen Damen, auf welchen verschiedenen Wegen ein Patient die Klinik betreten kann, wie Art und Schwere des Leidens mittels "Triage" ermittelt werden und über welche Methoden der Erst- und Intensivbehandlung die Klinik verfügt. Tipps und Erfahrungswerte zu den vielfältigen, ärztlichen wie pflegerischen Berufsbildern und dem mal geraden, mal weit verzweigten Karriereweg rundeten den Besuch ab.

Intubieren ausprobiert

Im OP-Bereich warteten anschließend Dr. Sascha Vogel und Krankenpfleger Reinhold Fischer auf die Gäste und zeigten ihnen anhand einer Übungspuppe die diversen Schritte zur Einleitung von Narkose und Beatmung. Unter fachkundiger Anleitung wagten sich die Schülerinnen an die knifflige Aufgabe einer Intubation und erfuhren dabei aus erster Hand, dass der Arztberuf nicht nur Köpfchen, sondern auch Kraft und Geschick erfordert. Dr. Vogel, der selbst über eine Tätigkeit als Rettungssanitäter zum Arztberuf kam, ging auf Fragen rund um das Medizinstudium ein und ermutigte die Schülerinnen, sich für diesen "schönsten Beruf der Welt" zu begeistern.

Zum Abschluss der Tour warfen die Schülerinnen noch einen Blick in den Kreißsaal und die gynäkologischen Untersuchungs- und Behandlungsräume. Bei den vielfältigen Hilfsmitteln für die Geburt und den interessanten Diagnoseinstrumenten wie beispielsweise der Sonographie war auch hier wieder Anfassen und Ausprobieren angesagt. Chefarzt Dr. Gabriel Stoinescu und sein Team zeigten ihnen diese besondere Seite des Krankenhausalltags, deren Schwerpunkt nicht einzig auf der operativen Behandlung von Verletzungen liegt, sondern die mindestens gleich großen Wert auf den persönlichen Umgang mit den großen und kleinen Patienten legt.

Die abschließende Informations- und Fragestunde befasste sich mit konkreten Hinweisen zum möglichen Studien- und Berufseinstieg. Viele Wege führen zum Ziel, so die Botschaft, und die Klinik hilft gerne bei der Orientierung. Praktikum, Bundesfreiwilligendienst, FSJ oder Ferienjob zeigen schnell, ob Mensch und Beruf gut zusammenpassen, und das hauseigene Lucas-Cranach-Stipendium sorgt für finanzielle Erleichterung im Studium. red

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