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Lichtenfels

Schneller voran dank schlauer Ampel

Zu Stoßzeiten bereitet es Verdruss, an der Kreuzung an der Lichtenfelser Mainbrücke zu stehen. Die gute Nachricht: Es soll Abhilfe geschaffen werden. Die weniger gute: So rasch, wie erhofft, wird es nicht gehen.
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Die Kreuzung Coburger -/ Köstener Straße - Bürgermeister-Dr.-Hauptmann-Ring zählt zu den am stärksten belasteten Verkehrsverbindungen in der Stadt Lichtenfels.
Die Kreuzung Coburger -/ Köstener Straße - Bürgermeister-Dr.-Hauptmann-Ring zählt zu den am stärksten belasteten Verkehrsverbindungen in der Stadt Lichtenfels.

Es ist einer der Hauptknotenpunkte im Stadtverkehr, und jeder, der sich dort schon einmal entnervt in die Schlange wartender Fahrzeuge eingereiht hat, hat dazu eine Meinung. Häufig genannte Vorschläge lauten "einen Kreisverkehr bauen" oder "einfach mal die Ampelschaltung verbessern". Aber so einfach ist das nicht.

Die Münchner Planungsgesellschaft, die die Verkehrssituation in der Stadt Lichtenfels untersucht und einen Entwicklungsplan erstellt hat, schlägt langfristig einen vierarmigen Kreisverkehr mit Bypass Richtung Kösten vor, schränkt allerdings selbst ein: Das könnte aufgrund der zur Verfügung stehenden Platz- und Eigentumsverhältnisse nicht möglich sein. Alternativ wird eine verkehrsabhängige Ampelschaltung angeraten.

Doch leider darf man sich das nicht so vorstellen, dass da in einem Schaltkasten eine Programmierung eingegeben wird und die Sache läuft. Die Steuerung sei schon deshalb schwierig, weil morgens ein stärkerer Verkehrsstrom über die Kreuzung stadteinwärts fließt als abends, ließ Stadtbaumeister Gerhard Pülz auf Nachfrage wissen. Heute wird er dem Bauausschuss Details dazu darlegen, was geplant ist. Um eine "intelligente", verkehrsabhängige Ampelschaltung zu gewährleisten, muss eine komplett neue Anlage errichtet werden. Allein für die Signaltechnik sei mit Kosten von zirka 46 000 Euro zu rechnen. Zusätzlich ist die Informationsübermittlung per Induktionsschleifen in der Fahrbahn notwendig. "Das wird eine große Baustelle", kündigte Pülz an.

Übersichtlichere Beschilderung

Erst in der vergangenen Woche sei er mit Vertretern einer Fachfirma für Beschilderungsplanung vor Ort gewesen, denn auch die Verkehrszeichen an dieser Stelle sollen übersichtlicher werden.

Für Fußgänger wird es künftig die Veränderung geben, dass sie am Überweg die Grünphase manuell per Knopfdruck einleiten müssen. Auch das wird die Standzeit von Fahrzeugen verkürzen, denn bislang gibt es "Grün für Fußgänger" auch dann, wenn kein Fußgänger weit und breit ist. Die Ampelanlage soll natürlich weiterhin in die "Grüne Welle" im Stadtgebiet eingebunden bleiben. Weil es sich bei der Köstener und der Coburger Straße um zwei Kreisstraßen handelt, kann die Stadt hier nicht allein schalten und walten, sondern muss sich mit dem Landkreis abstimmen. Dieser müsste wiederum - nach dem Kreuzungsgesetz - grob gerechnet die Hälfte der Kosten tragen. Der Landrat wurde laut Pülz bereits im Sommer über das Vorhaben informiert.

Planungsphase dauert an

Im Haushalt der Stadt gibt es einen Posten für Straßenunterhalt. Der beinhaltet heuer auch 60 000 Euro für die geschilderten Verbesserungsmaßnahmen an der Kreuzung. Wann es losgehen kann, vermag der Stadtbaumeister noch nicht genau anzugeben. Im April oder Mai werde die Planung hoffentlich abgeschlossen sein, so Pülz. Es hätten bereits mehrere Abstimmungsgespräche mit der Ampelbaufirma stattgefunden.

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