Bamberg

Schnelle Hilfe für Nina

Wie Inklusion gelingen kann, demonstrierten die Otto-Friedrich-Universität und der Verein "Aktion Bamberg inklusiv". Eine 21-Jährige profitiert davon.
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Die 21-jährige Pädagogik-Studentin Nina Hofmann freut sich über unbürokratische Unterstützung.  Foto: p.
Die 21-jährige Pädagogik-Studentin Nina Hofmann freut sich über unbürokratische Unterstützung. Foto: p.

Nina Hofmann ist 21 Jahre alt, studiert Erziehungswissenschaften an der Otto-Friedich-Universität Bamberg und engagiert sich neben ihrem Studium ehrenamtlich in der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe Bamberg. Unter anderem begleitet sie regelmäßig in einem offenen Freizeittreff Menschen mit und ohne Behinderung.

Hofmann sitzt im Elektrorollstuhl und braucht im Alltag Unterstützung, teilweise aktiv von Menschen aber auch von technischen Hilfsmitteln. Diese sind nicht immer vorhanden und teilweise muss Nina für ihre Rechte kämpfen.

Das tägliche Leben erleichtern

Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der OBA erzählte sie, dass sie einen Lifter in der Universität bräuchte, um dort einfacher auf die Toilette gehen zu können. Dieses technische Hilfsmittel würde ihr viele Umstände ersparen und das alltägliche Leben einfacher machen.

Die Mitarbeiter von "Aktion - Bamberg inklusiv" der Lebenshilfe Bamberg e.V. wurden auf dieses Problem aufmerksam und boten Nina an, das Gespräch mit der Universität zu suchen und sich zu informieren, welche Möglichkeiten es für einen barrierefreien Umbau nach Ninas Bedürfnissen gibt.

Der Behindertenbeauftragte der Universität Bamberg, Jörg Wolstein, war nach einem kurzen Austausch per E-Mail sofort zu einem Treffen mit den Beteiligten bereit. Bei diesem ersten Treffen klärten er und Mitarbeiterin Sabina Haselbek gemeinsam mit Nina Hofmann und Alena Dengler von "Aktion - Bamberg inklusiv" den genauen Bedarf.

Bei einem weiteren Begehungstermin konnte unkompliziert geklärt werden, dass ein Liftersystem und weitere Hilfsmittel benötigt werden. Ohne großen bürokratischen Aufwand übernahm die Otto-Friedrich-Universität die Organisation und Finanzierung der Baumaßnahmen. Anfang Januar und damit nur drei Monate später konnte das Liftersystem im Marcushaus der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im zweiten Obergeschoß installiert werden. Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf knapp 10 000 Euro. Für alle Beteiligten war nach dem Abschluss des Umbaus klar: "Inklusion kann ganz einfach sein, wenn man es nicht kompliziert macht. "

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