Schneckenlohe
Gemeinderatsitzung

Schneckenlohe: Wasserpreis steigt nicht

Im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Schneckenlohe, die am Montagabend unter dem Vorsitz von Bürgermeister Knut Morgenroth in der ehemaligen Grundschule stattfand, stand eine 60-m...
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Im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Schneckenlohe, die am Montagabend unter dem Vorsitz von Bürgermeister Knut Morgenroth in der ehemaligen Grundschule stattfand, stand eine 60-minütige Information von Diplom-Ingenieur (FH) Siegbert Reuther von der Firma Reuther NetConsulting. Dabei stellte Reuther dem Gemeinderat den Masterplan zum Breitbandausbau vor, der Glasfaseranschlüsse bis ins Haus vorsieht. Hierfür erhalte die Gemeinde einen 90-prozentigen Zuschuss.

Wie Siegbert Reuther in seinem Bericht betonte, sei eine zeitgemäße Internetversorgung mit Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s heute weitestgehend nur in Ballungszentren flächendeckend verfügbar. Eine hohe Bebauungsdichte ermögliche dabei den Providern einen eigenwirtschaftlichen Ausbau. Auf dem Land hingegen sei der Breitbandausbau ohne (staatlichen) Zuschuss in nahezu allen Fällen unrentabel.

Um hier eine weiter fortschreitende digitale Spaltung zu verhindern, habe der Freistaat Bayern Ende 2012 ein umfassendes Förderprogramm zum "Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern" aufgelegt. Die Gemeinde Schneckenlohe plant, sich ein zweites Mal an diesem Förderprogramm zu beteiligen, mit dem Ziel, eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 30 MBit/s Downstream (= Internet der nächsten Generation) im gesamten Gemeindegebiet zu erreichen. Dabei sollen alle noch "weißen Flecken" mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. An das Glasfasernetz angeschlossen werden sollen dabei auch der Hochbehälter der gemeindlichen Wasserversorgung und die Tiefenbohrung, damit die Möglichkeit geschaffen werden kann, hier einmal die Fernwirktechnik anzuwenden.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das vorläufige Erschließungsgebiet für den Breitbandausbau gemäß dem Lageplan festzulegen. Die Gemeinde folgt der Empfehlung des Bayerischen Breitbandzentrums und plant eine freihändige Vergabe ohne vorgeschalteten öffentlichen Teilnehmerwettbewerb. Die Gemeinde behält sich eine Teilaufhebung des Verfahrens vor, wenn alle eingegangenen Gesamtangebote eine Wirtschaftlichkeitslücke von 90 000 Euro überschreiten.

Ergebnisse einer Verkehrsschau

Vorgestellt wurden dem Gemeinderat durch den Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz, Stephan Urban , die Kosten der Wasser-und Abwassergebühren für den kommenden Kalkulationszeitraum von 2019 bis 2021. Dabei konnte Urban dem Gremium die erfreuliche Mitteilung machen, das es nicht erforderlich sei, die Gebühren zu erhöhen. Der Gemeinderat beschloss deshalb ohne große Diskussion einstimmig, den Wasserpreis pro Kubikmeter für die kommenden drei Jahre bei 0,69 Euro und die Abwassergebühren bei 2,21 Euro pro Kubikmeter zu belassen.

Bürgermeister Knut Morgenroth gab dem Gemeinderat eine Information über das neue Mobilitätskonzept des Landkreises Kronach, dem der Gemeinderat einstimmig wohlwollend gegenübersteht. Da jedoch für die Beförderung der Schneckenloher Schüler der Schulverband zuständig ist, wird diesem die weitere Behandlung übertragen.

In seinen Bekanntgaben informierte der Bürgermeister ferner über eine kürzlich erfolgte Verkehrsschau in der Gemeinde mit einem Vertreter der Polizei-Inspektion Kronach. Dieser riet davon ab, an der Kreuzung Brunnengasse-Henneschberg zusätzlich unterbrochene Fahrbahnmarkierungen anzubringen. Ebenfalls keine Zustimmung gab es von der Polizei für die Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h im gesamten Ortsbereich Schneckenlohe, da eine Geschwindigkeitsüberwachung von 30er-Zonen durch die Polizei nicht gewährleistet werden könne.

Ab Dezember müssen in Schneckenlohe und Mödlitz die Wasserzähler aufgrund des Ablaufs der Eichfrist ausgetauscht werden. hfm

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