Michelau

Schmachten nach Schmetterlingen

Gudrun und Werner Knoth jagen farbenprächtige Insekten - mit der Fotokamera.
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Gudrun und Werner Knoth haben ihre Freizeit den Schmetterlingen gewidmet. Das Ergebnis ihrer Jagd mit der Kamera kann man nun in einem Buch bewundern.  Foto: Klaus Gagel
Gudrun und Werner Knoth haben ihre Freizeit den Schmetterlingen gewidmet. Das Ergebnis ihrer Jagd mit der Kamera kann man nun in einem Buch bewundern. Foto: Klaus Gagel
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Gudrun und Werner Knoth haben ihre Leidenschaft für Schmetterlinge entdeckt. Was zunächst als Hobby auf Wanderungen und Radtouren begann, die Schönheiten der Natur zu entdecken, weckte den Jagdinstinkt, auf eine Jagd mit dem Fotoapparat. Hunderte von Aufnahmen entstanden in den letzten drei Jahren und fanden ihren Niederschlag in einem Buch: "Schmetterlinge unserer Heimat".

Reich bebilderte Bücher über Schmetterlinge gibt es viele. Was also zeichnet die Eigenproduktion von Gudrun und Werner Knoth aus, die sowohl für Bilder, Text und Layout verantwortlich zeichnen? Es ist ein Fingerabdruck der Schmetterlingsfauna unserer näheren Heimat, denn alle Bilder entstanden im Steinnachtal zwischen Mitwitz und Marktgraitz, im Maintal zwischen Burgkunstadt und Ebensfeld, am Biotop von Redwitz an der Rodach, an der Rodach zwischen Kronach und Marktzeuln sowie am Staffelberg und im Kleinziegenfelder Tal.

Die Augen offen halten

Es ist zugleich der Aufruf, vor der eigenen Haustür die Augen offen zu halten. Viele Insekten sind bedroht und stehen auf der "Roten Liste". "Es ist nicht ausgeschlossen, dass einige der Schmetterlinge in den nächsten Jahren nicht mehr zu sehen sind" so Werner Knoth in seinem Vorwort. Daher möchten die beiden mit ihrem Buch einen Beitrag leisten für die Nachkommen, und zeigen, was in unserer Schmetterlingswelt heute noch zu sehen ist. Etwa zwei Drittel des Buches sind den Tagfaltern gewidmet, ein weiteres Drittel den Nachtfaltern. Einfache Bestimmungsangaben helfen bei der Unterscheidung. Die Seiten sind in erster Linie ein buntes Bilderbuch mit einer umfangreichen Collage zum Einstieg, und zahlreichen Einzelfotos, die sich auf Grund ihrer Qualität für den Hobbybiologen gut als Bestimmungshilfe eignen. Alle Aufnahmen entstanden in der freien Natur unter natürlichen Lichtverhältnissen.

Die Fotos zeigen in der Regel den Falter in seiner ganzen Schönheit vor einem ruhigen, aufgelösten Hintergrund. Die einzelnen Arten sind systematisch nach ihrer Zugehörigkeit zu den Schmetterlingsfamilien geordnet. Jede Art wird mit ihrem wissenschaftlichen (lateinischen) Namen in einem kurzen Text vorgestellt. Die Informationen zu den Texten wurden aus Wikipedia und Naturforen entnommen. Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder auch der Saisondimorphismus, wie er beim "Landkärtchen", das in einer braun-orangen Frühjahrsform und in einer dunklen Sommerform auftritt, werden ebenso dokumentiert wie die feinen Unterschiede zwischen Faltern, die sich auf den ersten Blick sehr ähneln, wie dies bei den Perlmutterfaltern der Fall ist.

Auch inzwischen selten gewordene Arten haben Gudrun und Werner Knoth auf ihren umfangreichen Fotoexkursionen entdeckt und im Bild festgehalten. Dazu gehört etwa der gefährdete Schlüsselblumen-Würfelfalter, der Kleine Esparsetten-Bläuling und natürlich fehlt auch der Apollofalter, der Falter des Jahres 1995, nicht. Auch andere "Schmetterlinge des Jahres", der Schachbrettfalter (2019), der Große Fuchs (2018), die Goldene Acht (2017) und andere findet man in der Bildersammlung. Auf 64 Seiten findet der Leser rund 200 hochaufgelöste Farbfotos.

Wer eines erwerben möchte, kann sich telefonisch (09264/968459) an Gudrun und Werner Knoth wenden.

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