Schlüsselfeld
Breitbandausbau

Schlüsselfeld will schnelles Internet für unterversorgte Gebietes

"Die Meinung der Mehrheit im Gremium war, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen sollten", erklärt Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp (CSU). Selbst wenn es Geld kosten sollte. Und Ge...
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"Die Meinung der Mehrheit im Gremium war, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen sollten", erklärt Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp (CSU). Selbst wenn es Geld kosten sollte.

Und Geld kostet der weitere Breitbandausbau die Stadt. Auch wenn es im Rahmen der Breitbandförderung des Freistaats eine neue Möglichkeit gibt, das so genannte Höfe-Bonus-Förderprogramm. Mit rund 70 Prozent kann nach den Worten des Bürgermeisters der weitere Ausbau gefördert werden. Gedacht ist das Programm für Anwesen und Gehöfte, die aktuell noch unter einer Datengeschwindigkeit von 30 MB liegen, die aber von der Telekom in den nächsten drei Jahren nicht "eigenwirtschaftlich" aufgerüstet werden.

Wie das beauftragte Büro ermittelte, fallen im Gebiet der Stadt die Einöde, die Fallmeisterei, Bernroth, die Kläranlage und der Aussiedlerhof bei Hohn am Berg in diese Kategorie. "Unterversorgt" sind aber auch die Hirtengasse in Rambach mit 19 Anwesen und die Viktor-von-Scheffel-Straße in Schlüsselfeld mit 58 Anwesen. Im Ratsgremium habe sich aufgrund dieser Fakten eine lebhafte Diskussion entwickelt, berichtet Krapp aus der Sitzung. Im Kern war man sich einig, dass der Breitbandausbau nicht Aufgabe der Kommune sei. Dagegen stand aber ein vor einiger Zeit gefasster Grundsatzbeschluss. Der besagt, dass die Stadt zum weiteren Ausbau beitragen werde, sofern eine gute Förderung in Aussicht stehe. Am Ende stimmten 15 der insgesamt 19 Räte dafür, das Programm anzugehen. Dagegen sprachen sich die vier Räte der Freien Wähler aus.

Für die Stadt bedeutet das, dass zunächst der Antrag zur Aufnahme in das Höfe-Bonus-Programm gestellt wird. Dann wird der Ausbau ausgeschrieben. Nach Meinung des Bürgermeisters könnte das gegen Ende 2019 abgeschlossen sein, so dass die Arbeiten im Jahr 2020 ausgeführt werden könnten. Die Gesamtkosten des Ausbaus werden auf eine Million bis 1,3 Millionen Euro geschätzt. Für die Stadt blieben dann 300 000 bis 400 000 Euro aus der eigenen Kasse zu tragen.

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