Höchstadt a. d. Aisch
Lehrlingsmangel

Schlechtes Prestige ein Grund

Der Nachwuchsmangel im Fleischer-Handwerk wird besonders in der Berufsschule in Fürth deutlich, wo die angehenden Metzger und Fachverkäuferinnen der Region unterrichtet werden. Schulleiter Wilfried Ro...
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Der Nachwuchsmangel im Fleischer-Handwerk wird besonders in der Berufsschule in Fürth deutlich, wo die angehenden Metzger und Fachverkäuferinnen der Region unterrichtet werden.

Schulleiter Wilfried Rost kann sich noch gut an die Zeit vor 15 Jahren erinnern: "Da hatten wir zwei Metzger-Klassen mit insgesamt 30 Schülern und zwei Klassen für die Fleischereifachverkäuferinnen mit 40 bis 45 Schülern." Heute hat die Schule schon beide Berufsgruppen zusammengelegt und trotzdem nur noch eine einzige Klasse mit 20 Schülern.

Die Gründe sind für Schulleiter Rost offensichtlich. Er sieht vor allem das schlechte Berufsprestige für die Branche, obwohl Metzger längst auch im Partyservice und Catering aktiv sind. Die Zahl höherer Schulabschlüsse nimmt zu und diese Schüler machen dann einen Bogen um jeden handwerklichen Beruf. "Die Industrie saugt zudem noch von oben weg", wobei inzwischen auch schlechtere Schüler noch einen Ausbildungsplatz in den Großbetrieben bekommen.

Rost stellt auch fest, dass die Werbung für Ausbildungsplätze in der Industrie ein anderes Niveau hat als beispielsweise im Metzger-Handwerk und auch die Ausbildung selbst oft geregelter abläuft. Hinzu kommt der aktuelle Trend weg vom Fleisch, der manchen Schüler fragen lässt, "was ist in zehn Jahren?" ad

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