Hemhofen

Schlager als Publikumsmagnet

Die "Waldeslust" Zeckern und weitere Ensembles lockten mit Hits der 60er Jahre zahlreiche Zuhörer an.
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Die Gastgeber mit ihrer Chorleiterin Maria José Loza waren passend zum Motto des Abends gekleidet. Fotos: Johanna Blum
Die Gastgeber mit ihrer Chorleiterin Maria José Loza waren passend zum Motto des Abends gekleidet. Fotos: Johanna Blum
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Mit "Schlager der 60er" hatte der Zeckerner Gesangverein "Waldeslust" für sein Jahreskonzert offensichtlich genau das richtige Motto gewählt, denn der Besucherzustrom in die Schulturnhalle von Hemhofen war so groß, dass die ursprünglich vorgesehenen Plätze nicht ausreichten. Zusätzliche Stühle wurden aufgestellt, und am Ende waren es rund 350 Zuhörer, die sich von den Gastgebern, dem Harmonika-Club aus Röttenbach, den Zeckerner Musikanten, dem fränkischen Musiker Walter Rasser und den "Rockabillies", der Tanzabteilung des SC Eltersdorf, unterhalten ließen.

Die Moderation hatten Josephine Wersal und Erika Thiergärtner übernommen. Sie erinnerten in kurzweiliger Form an die 60er Jahre, den Minirock, die rockige Musik, die Hippies, die Pille, toupierte Haare und mehr. Die Lieder und Musikstücke erzählten von Herzeleid ("Liebeskummer lohnt sich nicht"), es wurde geküsst ("Rote Lippen soll man küssen") und gewalkt ("I'm walking"), bis Marmor, Stein und Eisen brachen.

Die Begeisterung der Sänger und der Musiker übertrug sich schnell auf die Zuhörer. Der Harmonika-Club rockte "around the clock", und nach dem "Kriminal-Tango" ("Waldeslust") ging die Mimi nicht ohne Krimi ins Bett, wollte aber keine Schokolade, sondern einen Mann. Und dann war "Morgens um sieben" die Welt wieder in Ordnung.

Zuhörer klatschen mit

Die Zeckerner Musikanten gingen "Downtown" und spielten gekonnt Songs von den Beatles sowie das Beste von Herb Alpert. Walter Rasser brachte ein Foxtrott-Medley ("Zwei kleine Italiener", "Banjo Boy", "Mary Lou", "Paradiso") und ein langsames Medley ("Ein Schiff wird kommen", "Mit 17 fängt das Leben erst an" und mehr), wobei die ältere Generation etwas wehmütig ins Träumen kam. Die "Rockabillies" aus Eltersdorf legten verwegene Rock-'n'-Roll-Akrobatik aufs Parkett. Die gastgebenden Sänger hatten mit ihrer fröhlichen Laune den ganzen Saal angesteckt und die Zuhörer klatschten, sangen oft die alten Hits mit und wippten im Takt. Mit "My way" setzte der Hauptakteur, der Chor "Waldeslust", in feinsinniger Zusammenwirkung zwischen Chor und Harmonika-Orchester einen berührenden Schlusspunkt, bevor großer, verdienter Beifall einsetzte.

Eine Bitte - neben der nach einer Spende - hatte Josephine Wersal am Ende noch: "Wer Lust hat, der Chor probt jeden Donnerstag von 20 Uhr bis 21.30 Uhr in den Räumen der Musikschule Zeckern. Sänger jeden Alters sind immer willkommen!"

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