Berndorf
Kunstausstellung

Schier unerschöpflich

Es ist dieses Unerschöpfliche der Kunst, diese Ideenkraft des Machbaren, was die Galerie Tittmann in Berndorf in ihrer paradiesischen Umgebung so anziehend macht. Die Weihnachtsausstellung, die noch b...
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Im Kunstgespräch: Claus Tittmann (Mitte) und Julia Tittmann (rechts) mit Bürgermeister Martin Bernreuther. Foto: Horst Wunner
Im Kunstgespräch: Claus Tittmann (Mitte) und Julia Tittmann (rechts) mit Bürgermeister Martin Bernreuther. Foto: Horst Wunner

Es ist dieses Unerschöpfliche der Kunst, diese Ideenkraft des Machbaren, was die Galerie Tittmann in Berndorf in ihrer paradiesischen Umgebung so anziehend macht. Die Weihnachtsausstellung, die noch bis 23. Dezember geöffnet ist, zeigt das auf wunderbare Weise. Man kann sich an den vielen Exponaten kaum satt sehen.

Und Claus Tittmann, vom unruhigen Geist der Kunst noch im fortgeschrittenen Alter erfüllt, offeriert neben dem Neuen ein Stück Lebenswerk - in Bronze, Raku, Eisen, Sandguss und Metall geformt. Das nackte Paar steht sich starr gegenüber, ein Stelenpaar in enger Verbundenheit, Figuren, Tiere, ein Mann, der ein Schaf trägt. Sie haben Tiefenwirkung diese Werke, regen zum Nachdenken an.

Wunderschön das Fundstück aus der Toskana mit dem Corpus in Blei, der Körper weiß aus Ton und die Flügel vergoldet. Es darf auch gerätselt werden. Zwar noch top secret, aber man durfte schon mal einen Blick auf einige Gipsabdrücke richten für ein Portrait des bekannten Komponisten Carl Maria von Weber. Claus Tittmann darf im Auftrag der gleichnamigen Stiftung die Büste fertigen aus Anlass der Uraufführung der Oper "Der Freischütz", die sich 2021 zum 250. Mal jährt. Ein ehrenvoller Auftrag. Tochter Julia hat sich für die Ausstellung mit Porzellan und Keramik beschäftigt. Das Ergebnis: Vasen und Schalen mit Kobald-Inlay, marmoriert, Seladon-Glasuren und eingearbeitete Strukturen, gebaut und gedreht. Ein Hingucker auch die Bremer Stadtmusikanten, frei interpretiert. Sie hat die Gene des Vaters geerbt.

Zwei Gastkünstler machen den Besuch zusätzlich attraktiv: Konrad Schmidt, ein Meister des Holzschnitts aus Niederbayern, und der Nürnberger Glaskünstler Cornelius Réer. h.w.

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